28.05.2011: 53. ADAC ACAS H&R-Cup (VLN): Manthey-Racing

VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, 53. ADAC ACAS H&R-Cup (VLN) am 28.05.2011

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Reaktivierter Manthey-RSR beim vierten Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2011 auf Platz zwei

(28.05.2011) Mit dem historischen Sieg eines Hybrid-Rennwagens von Porsche endete der vierte Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2011. Der mit einem Schwungradspeicher ausgerüstete 911 GT3 R Hybrid in Version 2.0 trug sich beim zweiten Start auf eindrucksvolle Weise in die Geschichtsbücher ein. Den Erfolg komplettierte der gelb-grüne Manthey-RSR, der Platz zwei erreichte.

Die Porsche-Werksfahrer Richard Lietz, Marco Holzer und Patrick Long steuerten den Hybrid-Rennwagen aus Weissach an die Spitze des Feldes. Während fast alle direkten Konkurrenten dreimal zum Tanken an die Box mussten, kam der R Hybrid mit nur zwei Stopps aus und sorgte somit für den Premieren-Sieg. „Unser Hybrid-Elfer lief wie ein Uhrwerk“, sagte Holzer. „Der Schlüssel zum Erfolg war heute neben dem günstigen Benzinverbrauch und der zuverlässigen Technik, daß alle Fahrer auf einem gleichmäßig hohen Niveau unterwegs waren und dabei keine Fehler gemacht haben“, ergänzte Teamkollege Lietz. Der zweite Renneinsatz des 911 GT3 R Hybrid in der VLN war der erfolgreiche Abschluß der Vorbereitung auf das 24h-Rennen Nürburgring Ende Juni. „Wir sind mit dem technischen Stand des Fahrzeugs und der Zuverlässigkeit des Hybridsystems äußerst zufrieden“, stellte Porsche-Sportchef Hartmut Kristen fest. „Wir konnten gegenüber der Konkurrenz einen Boxenstopp einsparen und mit weniger Energiezufuhr von außen ähnlich schnelle Rundenzeiten fahren. Besonders freut es mich, daß auch der 911 GT3 RSR von Manthey-Racing die bekannte Effizienz der Porsche 911-Modelle beweisen konnte und Platz zwei belegte."

Den Porsche-Doppelerfolg machte der erstmals zum dritten Lauf vor zwei Wochen wieder reaktivierte gelb-grün lackierte 911 GT3 RSR nach einem problemlosen und kontrolliert gefahrenen Rennen perfekt. Mit sieben Sekunden Rückstand belegten die Porsche-Werkspiloten Marc Lieb und Romain Dumas sowie MR-Stammfahrer Lucas Luhr den zweiten Gesamtplatz, den damit dritten in Reihe für das Team und den zweiten für den RSR in 2011. Vorausgegangen war ein überaus sehenswerter und unglaublich enger Fight mit dem schlußendlich drittplazierten Audi R8 in den letzten zwei Rennrunden, der Team und Zuschauer begeisterte. Mit knapp einer halben Sekunde Vorsprung querte Lieb mit dem MR-Porsche nach genau vier Stunden und drei Minuten die Ziellinie. Noch bevor sich die Startflagge senkte, rückte das angepeilte Podest zunächst in weite Ferne, da die Rennleitung den Elfer mit der Startnummer 57 nach dem Training um zehn Plätze in der Startaufstellung aufgrund eines angeblichen Vergehens unter gelber Flagg strafversetzte. „Das war ein fast perfektes Rennen, obwohl wir unplanmäßig vom sechzehnten Platz aus starten mußten. Die Boxenstopps verliefen tiptop und waren taktisch gut gelegt“, resümierte Olaf Manthey, der an diesem Rennwochenende von seinem alten Freund Roland Kußmaul an der Boxenmauer unterstützt wurde.

Wie schon vor zwei Wochen rückte auch an diesem Wochenende ein zweiter gelb-grüner Renner aus Meuspath aus – der GT3 R mit der Startnummer 11. Besetzt mit den Doppelstartern Lieb und Dumas sowie Timo Bernhard war es das Ziel von Teamchef Manthey die beiden Speerspitzen des Meuspather Rennstalls im direkten Vergleich im Renneinsatz zu sehen und zu bewerten. Es war zunächst der R, der sich schon früh im Rennen aufmachte, dem R Hybrid an die Spitze des Feldes zu folgen. Von Platz sieben aus ging es jedoch mit Topzeiten schnell nach vorne, bis ein übermotivierter Jungpilot im Streckenbereich Wehrseifen der Fahrt ein Ende setzte. „Leider wurde unser 911 GT3 R von einem Konkurrenten unsanft von der Piste gekegelt“, hielt Doppelstarter Lieb mit grimmiger Miene fest. Doch obwohl eine potentiell gute Plazierung nicht mehr erreichbar war, wurde der Wagen nach umfassender Reparatur wieder zurück ins Rennen geschickt. „Wie jeder weiß, ist der Lauf heute die Generalprobe für’s 24h-Rennen und die Frage, mit welchem Elfer-GT3 Manthey-Racing in knapp vier Wochen antritt, ist immer noch offen“, erläuterte Olaf Manthey sein Vorgehen. „Daher ging es mir auch nach dem Unfall darum zu sehen, wie meine Piloten mit den beiden Rennautos zurechtkommen. Und da Romain im direkten Abgleich noch fehlte, ging der Dicke mit der 11 nochmals raus.“ In den kommenden zwei Wochen will der erfolgreiche Rennstallbesitzer nun entscheiden, in welcher Formation Manthey-Racing final beim 2011er Eifelmarathon an den Start geht. Alle drei theoretisch möglichen Optionen hält er sich dabei bis auf weiteres ausdrücklich offen.

Als dritter Porsche unter Mantheyscher Nennung in den Top 10 überquerte am Wochenende der GT3 R im „Nadelstreifen-Look“ die Ziellinie nach 28 Runden! Der von Jochen Krumbach, Marc Gindorf und Philipp Wlazik gesteuerte Elfer lief wie das sprichwörtliche Uhrwerk. Besonders Ringnovize Wlazik blickte auf ein erfolgreiches Rennwochenende zurück, konnte er doch in den ersten drei Läufen nicht viele Rennkilometer sammeln. „Ich wollte fahren, das Auto ins Ziel kommen sehen und unter die besten zehn gelangen – das alles haben wir geschafft“, freute sich der Ex-Carrera-Cup-Pilot aus Gladbeck. „In einem superstarken Feld mit unzähligen Werksteam und Profifahrern haben wir uns gut geschlagen! Meine beste Runde war eine 8:24. Mein Ziel ist es, fahrerisch weiter zu Jochen aufzuschließen.“

Nach dem schmerzlichen Ausfall noch vor zwei Wochen wurden Wolfgang Kohler, Frank Kräling und Christian Menzel beim vierten Lauf für ihren Renneinsatz mit dem großartigen zwölften Gesamtrang inmitten deutlich leistungsstärkerer Rennfahrzeuge belohnt! Das Trio fuhr zum überlegenen Sieg in der Cup-Klasse, und das bereits zum zweiten Mal im vierten 2011er Rennen. „Der Klassensieg freut mich heute sehr, wenn ich auf der Teilnehmerliste sehe, wer hier heute auf der Strecke unterwegs war“, betonte Kohler dann auch sichtlich erleichtert nach dem Rennen.

Nur einen Platz dahinter rangierte dieses Mal der Wochenspiegel-Porsche! Waren Michael Jacobs, Oliver Kainz und Georg Weiss einige Runden vor Rennende noch in den Top 10 unterwegs, drang in der vorletzten Runde Rauch ins Wageninnere, was Schlußfahrer Weiss bewog die Box anzusteuern. Ein kurzer Check ergab, daß vermutlich Gummi-Pickup auf die heiße Bremse gelangte und dort verbrannte. Kein Risiko also für Pilot und Auto, und so konnte Weiss in die letzte Runde starten, doch waren drei Plätze verloren gegangen. Für einen zweiten Platz auf dem SP7-Podium reichte es aber dennoch. Dieses Mal nur auf einem 40. Platz landete der zweite Cup-Porsche aus Meuspath. Das Trio Cooke, Hoffmeister und Holte konnte nicht an die guten Leistungen der vergangenen VLN-Veranstaltungen anschließen. In einem Rennen von vielen Unfällen gezeichneten Rennverlauf erwischte es auch einen Elfer aus Meuspath. Nach knapp über einer Stunde Fahrzeit endete unfallbedingt der Auftritt des Porsche im Goldbären-Design im Streckenabschnitt Hatzenbach.

Ein besonderes Familien- und Teammitglied konnte Manthey-Racing an diesem Rennwochenende an der Strecke begrüßen: Marcel Tiemann schaute zum ersten Mal in diesem Jahr wieder an der Stätte seiner größten Erfolge vorbei! Zur großen Freude des Teams, mit dem er vier Mal das 24h-Rennen gewinnen konnte, und natürlich Familie Manthey, zeigte sich der Wahlmonegasse in viel besserer körperlicher Verfassung, als noch bei seinem ersten Besuch Ende der letztjährigen Saison. „Es ist nun knapp ein Jahr her, daß der schwere Unfall in Imola mein Leben veränderte, doch ich bin unverändert optimistisch, daß meine Gesundung weiterhin in die richtige Richtung führt“, konstatierte ein gut gestimmter Tiemann. „Ich hatte große Lust wieder Rennluft zu schnuppern und nutze diese Gelegenheit auch, um den vielen Fans und Freunden nochmals ganz herzlich für ihre aufmunternden Mails und lieben Genesungswünschen zu danken!“

Der fünfte Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2011 wird das 51. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen des Dortmunder MC am 11. Juni sein. Um kein unnötiges Unfallrisiko im Hinblick auf das 24h-Rennen zwei Wochen später einzugehen, werden alle von Manthey-Racing für den Langstreckenklassiker genannten Porsche den fünften VLN-Saisonlauf nicht bestreiten.

Von: PORSCHE SCENE Newsroom | Jan Erren | Fotos: Porsche AG

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