Inside-Story im März 2012: Hinter dem Horizont geht's weiter

Konrad-dp-Porsche 935 II turbo, Foto: Carsten Krome

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PORSCHE SCENE Insights: Wie die Gruppe fünf in der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) Auferstehung feierte und sich die "Geile Zeit" fortsetzen durfte

1985 startete der letzte Porsche 935 turbo in der Endurance-Weltmeisterschaft. Dabei handelte es sich um Vittorio "Victor" Coggiolas Exemplar, das in der IMSA-GTX-Wertung mitlief. Im Feld der immer schneller werdenden Gruppe C fristete der perlmuttfarben überlackierte Italo-Bolide ein Schattendasein. Das Schicksal der ehemals ruhmreichen "Kreissäge" schien endgültig besiegelt zu sein: Schluss, aus, und vorbei! Doch kaum hatte die Langstrecken-Szene den europäischen Kontinent verlassen - der Titel war in Übersee vergeben worden, schließlich ging es um einen Wettbewerb von globalem Rang – versammelten sich in der Rheinländer Provinz Sportfunktionäre, um über eine neue Rennserie nachzudenken. Spezial Tourenwagen Trophy sollte sie heißen und Besitzern nutzlos gewordener Gruppe-fünf-Boliden ein Sammelbecken bieten. Zum krönenden Abschluss unserer Beitragsreihe über 35 Jahre Porsche 935 erhalten Sie exklusive Einblicke, wie nur wir sie Ihnen zu bieten haben – denn wir waren damals hautnah dabei!

Die Männer, die sich Ende 1985 in Leichlingen im Bergischen Land zu einer geselligen Runde versammelten, führten Gutes im Schilde. Sie alle waren mehr oder weniger reine Privatfahrer und im Besitz von Rundstrecken-Rennwagen, die in keiner der aktuellen ONS-Meisterschaften (die Abkürzung ONS stand zur damaligen Zeit für "Oberste Nationale Sportkommission für den Automobilsport in Deutschland" mit Sitz in Frankfurt/Main) um Punkte mitfahren durften. Ihre Homologationen - die Zulassung zur Teilnahme an genehmigungspflichtigen Veranstaltungen im Automobilsport - waren fünf Jahre nach dem Produktionsende der jeweiligen Basisfahrzeuge abgelaufen, und damit hatten sie alle ein gemeinsames Problem. Sie waren nicht bereit oder in der Lage, für sich aufgrund ständiger Reglementsänderungen neue Fahrzeuge aufzubauen. Daraus zogen sie Konsequenzen und beschlossen, für ihre Rennboliden eine eigene, wenn auch private Meisterschaft auf die Beine zu stellen. Aus ihrer Mitte erklärten sich Udo Lohmann aus Halver und Werner Aichinger bereit, die notwendige Aufbauarbeit zu leisten. Nachdem sie ihr Anliegen gegenüber der ONS vorgetragen und grünes Licht erhalten hatten, konnte das Abenteuer beginnen. Ein aus zehn Läufen bestehender Kalender entstand, die Premiere sollte am Osterwochenende 1986 im belgischen Zolder stattfinden. Der Termin war sensibel gewählt, denn beim "Bergischen Löwen" unter Rennleiter Wolfgang Wilcke fierte bis 1983 die Deutsche Automobil-Rennsportmeisterschft (DRM) ihre Saisoneröffnung. Es war die legendäre "Geile Zeit", von der inzwischen sogar die nachgewachsenen Generationen – das Online-Portal "joutube" leistete historische Aufklärungsarbeit - in allerhöchsten Tönen schwärmen. Die Einstellung der einstigen Renommier-Rennserie Ende 1984 hinterließ ein Vakuum. Zwar wurde keiner der Fahrer arbeitslos, ihre spektakulären Gruppe-5-Fahrzeuge vom Schlage eines Porsche 935, BMW M1 und 320, Zakspeed Ford Capri Turbo oder Lancia Beta Montecarlo Turbo verschwanden jedoch. Und als 52 Akteure der Spezial Tourenwagen Trophy zu einem glanzvollen Einstand verhalten, steuerte lediglich Hans-Christian Jürgensen einen originalen Zeitzeugen als alten DRM-Tagen. Die Rückkehr seiner einstigen Sparringspartner baute sich sehr behutsam auf. Viele zeigten sich interessiert, Lohmanns Adressenliste wurde länger und länger, doch die zu erwartenden Einsatzkosten blieben in den Anfangstagen ein Hemmnis. Alles musste privat finanziert werden, die Sponsoren waren allesamt mit den Profi-Rennställen weitergezogen.

Erwarten Sie die vollständige Story in PORSCHE SCENE 03/2012 – ab dem 10. Februar 2012 im Zeitschriftenhandel!

Von: Carsten Krome, Fotos: Carsten Krome

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