Inside-Story: PROsport-Cayman – auf R-folgskurs

2010er Porsche 987 Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

2010er Porsche 987 Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

2010er Porsche 987 Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

2010er Porsche 987 Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

2010er Porsche 987 Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

2010er Porsche 987 Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

2010er Porsche 987 Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

2010er Porsche 987 Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

2010er Porsche 987 Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

2010er Porsche 987 Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

PORSCHE SCENE Insights

Nordschleifen | Sieger: 2010er Porsche Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

PROsport Performance setzt, unterstützt durch das Porsche Zentrum Willich, einen 2010er Cayman R mit 3,4 Liter großem Benzin-Direkteinspritzer in der VLN-Langstrecken-Meisterschaft Nürburgring ein. Schneller als allgemein erwartet errang der kleine Bruder des 911 einen sportlichen Erfolg. Bei ihrem zweiten Einsatz feierten die Nordschleifen-Kenner aus Herschbroich in der Eifel bereits ihren ersten Wertungsgruppensieg. Gleichzeitig setzten sie sich auch in der VLN-Serienwagen-Klasse V6 durch. Wir nehmen dies zum Anlass, die Chronologie für Sie nachzuzeichnen.

17. November 2010. Auf der Los Angeles Auto Show stellt Porsche das neue Spitzenmodell der Mittelmotor-Baureihe vor. Der 987 Cayman R mit leistungsgesteigertem 3,4-Liter-Sechszylindermotor wird in Deutschland für 69.830 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer angeboten. Gegenüber dem Cayman S ist die Sportausführung 55 Kilogramm leichter und zehn PS stärker. 330 PS setzt sie bei einem DIN-Leergewicht von 1.295 Kilogramm frei. PROsport Performance veranlasst die Ankündigung des Cayman R einen Monat zuvor, ein Engagement in der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring vorzubereiten. Christoph Esser, seit den achtziger Jahren auf der Nürburgring-Nordschleife als Fahrer aktiv und von 1986 an selbstständig, erstellt im Oktober 2010 einen Masterplan. Dieser enthält, neben den durch den Cayman R vorgegebenen Eckdaten, folgende Punkte: Aufbau gemäß VLN-Serienwagen-Reglement auf einer Rohkarosse mit eingeschweißtem Sicherheitskäfig aus Stahlrohren, Einstufung in die Serienwagen-Klasse V6, KW-Rennfahrwerk, abnehmbares Lenkrad, Karbon-Türverkleidungen, HANS-kompatibler Recaro-Rennsportsitz. Der Zeitplan ist eng gesteckt. Die Anlieferung des Basisfahrzeugs, einem 2010er Cayman S 3.4l DFI, erfolgt noch im Oktober 2010. Im November ist der Jahreswagen bis auf die Rohkarosse zerlegt – und vier Wochen später für Käfigbau und Lackierung vorbereitet. Im Januar 2011 kehrt das Gehäuse zu PROsport zurück - die Sicherheitszelle ist montiert, die Lackierung erfolgt.

2. April 2011, 58. ADAC-Westfalenfahrt. Beim Saisonauftakt der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring absolviert der neue PROsport-Cayman nicht nur sein erstes Rennen, sondern gleichzeitig auch den ersten Rollout. "Wir sehen diesen ersten Lauf als Test unter Wettbewerbsbedingungen, mehr nicht“, bremst Joachim Tünnesen, Geschäftsführer des Porsche Zentrums Willich, allzu hoch gesteckte Erwartungen. Die örtliche Handelsvertretung der Porsche AG sieht sich keineswegs als Initiator, sondern begleitender Partner und Sponsor. "Für den Einsatz zeichnet allein PROsport Performance verantwortlich", stellt Tünnesen klar. Mit Thomas Koll und Harald Jacksties besetzen ausgewiesene Nordschleifen-Spezialisten das Cockpit. Nach einem schwierigen Qualifying auf abtrocknender Piste gilt es, Erfahrungen mit dem kleinen Bruder des 911 zu machen. Da Umbauten in der Serienwagen-Klasse V6 nur in einem begrenzten Rahmen zugelassen werden, sind Testkilometer notwendig, um die perfekte Abstimmung zu finden. Vor allem Thomas Koll gibt die Rückmeldung, das Projekt befände sich auf gutem Weg. Mit Klassenrang sechs zeigt sich die Mannschaft insgesamt zufrieden. "Insbesondere die Rundenzeiten, die wir vorlegen konnten, stimmen uns sehr zuversichtlich“, sagt denn auch Joachim Tünnesen. "Trotzdem liegt noch viel Arbeit vor uns.“

30. April 2011, 36. DMV-4-Stunden-Rennen. "Das Auto liegt richtig gut, ich bin absolut zufrieden!" Thomas Koll bringt es vor dem zweiten Lauf der VLN-Langstrecken-Meisterschaft Nürburgring 2011 auf den Punkt: "PROsport Performance hat ganze Abstimmungsarbeit geleistet und das Fahrwerk optimal hingestellt." Gemeinsam mit Jörg Viebahn schafft Thomas Koll den ersten Klassensieg des seriennahen Cayman. Mit einer Runde Vorsprung deklassieren sie ihre direkten Gegner. Neben dem Sieg in der Serienwagen-Klasse V6 sichern sie sich auch den Wertungsgruppensieg. Im Qualifying hat der Cayman S gegenüber einem BMW M3 zunächst das Nachsehen. Allerdings trennen die Kontrahenten ganze 0,412 Sekunden. "In einem Rennen, dass auf vier Stunden angesetzt ist, spielt es keine Rolle, ob man von Platz eins oder zwei startet“, analysiert Joachim Tünnesen vor dem Start. Und er weiß, dass man für den Sieg konstant schnell sein muss. Diese Konstanz zeigen Jörg Viebahn und Thomas Koll in beeindruckender Weise. "Ich hätte nicht gedacht, dass es jetzt schon so gut klappt. Für PROsport Performance ist dieses Projekt ja auch Neuland. Der Erfolg zeigt nicht zuletzt, dass das Konzept des Mittelmotor-Sportlers optimal ist", kommentiert Joachim Tünnesen.

14. Mai 2011, 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy. Nach dem Erfolgserlebnis zwei Wochen zuvor bringt das erste Sechs-Stunden-Rennen der VLN-Saison 2011 eine Enttäuschung. Der Cayman wird durch einen Unfall aus dem Rennen geworfen. Dabei schicken sich Thomas Koll, Christian Schmitz und Ex-DTM-Star Kurt Thiim an, den Klassensieg zu wiederholen. Startplatz zwei in der stark besetzten Serienwagen-Klasse V6 stimmen das Fahrertrio und den Rennstall hoffnungsfroh. Mit 9.20,209 Minuten lässt Startnummer 382 die zweitschnellste Rundenzeit des Tages notieren und unterstreicht Siegesambitionen. Doch nach sieben Runden ist die Hatz vorbei. Nach einem Regenschauer machen Aus- und Unfälle den verbleibenden Fahrern das Leben schwer. Zwar ist es zum Unfallzeitpunkt an den meisten Stellen bereits wieder trocken. Da und dort liegen jedoch Öl und Kühlflüssigkeit auf der Strecke. Der Cayman rutscht aus und schlägt in die Leitplanke ein. Dem Team bleiben bis zum nächsten Renntermin zwei Wochen Zeit für die Reparatur. Am 28. Mai 2011 steht der vierte Lauf der Saison auf dem Programm.

Von: Carsten Krome, unterstützt durch Martin Brock

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