Story: 1976er Porsche 911 S 2.7 Coupé – in PORSCHE SCENE 01/2013

1976er Porsche 911 S 2.7 Coupé, Retro-Upgrade zur Replika des ST 2.5, Foto: Carsten Krome

1976er Porsche 911 S 2.7 Coupé, Retro-Upgrade zur Replika des ST 2.5, Foto: Carsten Krome

1976er Porsche 911 S 2.7 Coupé, Retro-Upgrade zur Replika des ST 2.5, Foto: Carsten Krome

1976er Porsche 911 S 2.7 Coupé, Retro-Upgrade zur Replika des ST 2.5, Foto: Carsten Krome

1976er Porsche 911 S 2.7 Coupé, Retro-Upgrade zur Replika des ST 2.5, Foto: Carsten Krome

1976er Porsche 911 S 2.7 Coupé, Retro-Upgrade zur Replika des ST 2.5, Foto: Carsten Krome

1976er Porsche 911 S 2.7 Coupé, Retro-Upgrade zur Replika des ST 2.5, Foto: Carsten Krome

1976er Porsche 911 S 2.7 Coupé, Retro-Upgrade zur Replika des ST 2.5, Foto: Carsten Krome

1976er Porsche 911 S 2.7 Coupé, Retro-Upgrade zur Replika des ST 2.5, Foto: Carsten Krome

1976er Porsche 911 S 2.7 Coupé, Retro-Upgrade zur Replika des ST 2.5, Foto: Carsten Krome

PORSCHE SCENE Downtown Garage // Geheimtipps der Szene

Eine ehrliche (Blech-)Haut: Retro-Upgrade zur Replika des ST 2.5

Ganz gleich, ob es sich um ein Original oder eine Replika handelt: Der zu Beginn der siebziger Jahre auf den Weg gebrachte 911 ST fasziniert. Denn die frühe Sportausführung des Elfers trat einerseits die Nachfolge des 911 R an, andererseits bereitete sie den Boden für all die RS und RSR. Authentische Zeitzeugen sind in den Adelsstand hochrangiger Investitionsgüter entrückt - und damit für die Mehrheit allenfalls schöne Anschauungsobjekte. Ähnlich erbaulich, und statt gegen Zahlung von 600.000 Euro für ein Viertel dieses Betrags zu erstehen: durch Restaurierungs-Fachleute auf zeitgenössischen Karosserien aufgebaute Replikate. Selbst das scheint Ihnen noch übertrieben zu sein? Ein Mediziner aus dem Siegerland sah das genauso. Er träumte vom 911 ST, doch er wollte dafür kein sechsstelliges Budget – 600.000, geteilt durch vier – in die Hand nehmen. Ein 1976er "Zwosiebener" mit Motorschaden tat es doch auch! Wie das? Sie sind soeben eingestiegen – in unsere Geschichte aus einer "Downtown Garage"!

Ihnen ist die Frage, welcher 911 ST 2.5 denn nun ein Original und welches dargebotene Exemplar allenfalls neben einem Original abgeparkt worden sein könnte, zu akademisch? Möglicherweise gehört die Erörterung unserer Ausgangsfrage in die Wirtschaftspresse. Denn wer in die automobile Seltenheit aus dem Jahr 1972 – nur 14 Exemplare – zu investieren gedenkt, sollte in der Lage sein, 600.000 Euro in die Hand zu nehmen. Die Aussicht, den Guthabenzins einer Einlage bei der Hausbank durch Erwerb, Inbetriebnahme und Weiterverkauf zu übertreffen, ist eine häufig genannte Motivation. Einem Mediziner aus dem Siegerland gefiel das Bäumchen-wechsle-Dich-Spiel ganz und gar nicht. Für ihn war der 911 ST 2.5 der erklärte Favorit, doch auch mit einer offensichtlichen Replika konnte er sich zufriedengeben. Damit meinte der Porsche-Freund keines jener Großprojekte der führenden Restaurateure, die zeitgenössische Karosserien zu originalgetreuen Nachbildungen umformen. Auch solche Ergebnisse solider Handwerkskunst haben ihren Preis, in der Regel ein Drittel der Forderung für ein "echtes" Auto mit verifizierter Historie. Nein, unser Mann setzte weitaus tiefer an. Er machte aus einer Notlage eine Tugend und gab einen 1976er 911 S 2.7 mit Motorschaden in die Bearbeitung.

Und das ergab sich so: Im Heck des "Zwosiebeners" hatte einer der Vorbesitzer den 3,2-Liter-Motor aus dem G-Modell der Baujahre ab 1983 installieren lassen. Nur zwei Wochen nach der Übergabe an den jetzigen Besitzer ging das Fremdaggregat entzwei. Das brachte eine Werkstatt ins Spiel, die ihren Ruf dem ältesten Werbeträger der Welt verdankt: Mundpropaganda. Peter Prosten (Jahrgang 1964) betreibt im rheinischen Wipperfürth eine wahre "Downtown Garage", einen Geheimtipp der Szene. Der Junge aus dem Bergischen Land, der sich seine Sporen einst bei Horst Derkum verdiente und als Rennfahrer die 24 Stunden von Zolder 1992 an der Seite von Edgar Dören und Michael Beilke gewann, betreibt trotz seiner Konzentration auf Porsche-Fahrzeuge ein durchaus bodenständiges Geschäft. Er bietet Sonderaufbauten zu nachvollziehbaren Konditionen an, ohne das vielfach in der Branche zu beobachtende Showgeschäft. Er hat auch keine Hemmungen, einen ST 2.5 in all seiner Unnachahnlichkeit aus einem 911 S 2.7 heraus entstehen zu lassen. Warum auch nicht? Die Proportionen sind annähernd dieselben, und Umbauten mittels Karosserie-Bauteilen aus Glasfaser-verstärktem Kunststoff (GFK) sind allein schon vor dem historischen Hintergrund legitim. Die vorderen Kotflügel des 1972 in kleinster Stückzahl gefertigten 911 ST 2.5 bestanden ebenfalls aus Kunststoff – und nicht nur sie!

Dem Mediziner – anscheinend selbst von der bodenständigen Sorte – machte dieser Ansatz Spaß...

Lesen Sie den vollständigen Beitrag in PORSCHE SCENE 01/2013 – seit 14. Dezember 2012 für Sie im Zeitschriftenhandel!

1976er Porsche 911 S 2.7 Coupé, Retro-Upgrade zur Replika des ST 2.5, Foto: Carsten Krome

Von: PORSCHE SCENE Newsroom, Carsten Krome

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