TECH SPECS: 2010er Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau VLN-Klasse V6

2010er Porsche 987 Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

2010er Porsche 987 Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

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2010er Porsche 987 Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

2010er Porsche 987 Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

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PORSCHE SCENE Insights

Nordschleifen | Sieger: 2010er Porsche Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

Tech-Specs

(Halterangaben, abgeglichen mit Herstellerangaben)

Typ: 2010er Porsche Cayman S 3,4l DFI/Cayman R; PROsport-Aufbau in Spezifikation gemäß VLN-Klasse V6

Aufbau der Serien-Rohkarosse: Original-Frontspoiler-Flaps und feststehender Heckspolier Typ Cayman R; fest verschweißte Sicherheitszelle aus Stahlrohren einschließlich Flankenschutz sowie Abstützung auf die vorderen und hinteren Federbeindome (Martin D. Scheel, M2 Automotive, Bonn)

Motor: Leistungssteigerung von 320 auf 335 PS durch geändertes Abgassystem mit 100-Zellen-Katalysatoren, speziellem Auspuff-Endtopf (M & M Exhaust, Annaberg) sowie Motronic-Anpassung (VGS, Köln)

Kraftübertragung: 6-Gang-Schaltgetriebe mit serienmäßigem Sperrdifferenzial

Radaufhängungen: PROsport-KW-"competition"- Rennfahrwerk, 3-fach einstellbar, mit separaten Ausgleichsbehältern

Räder: Rial/ATS "GTR" (9J x 18 vorn und 10J x 18 hinten)

Reifen: Pirelli (Rennsport-Bereifung, 245/645-18 vorn und 285/645-18 hinten)

Fahrzeug-Innenausstattung: HANS-kompatibler Recaro-Fahrersitz Typ "SPG Racer"; PROsport-Karbon-Türverkleidungen; Entfall von PCM, Teppich, Dachhimmel, Innenverkleidungen sowie Originalsitzen

Gewicht: 1.400 kg (vollgetankt gemäß VLN-Klasse V6, Sollwert durch Platzierung von Zusatzgewichten erzielt)

 

Porsche 987 Cayman R fahrdynamisch

R wie Rasend Schnell...

...gleich RS? Seit nunmehr acht Jahren befinden sich die Zusatzbezeichnungen bei Porsche scheinbar im Fluss. Stand das Buchstabenkürzel RS ursprünglich für "RennSport", so veränderte sich diese Zuweisung im Laufe der Zeit und wurde zum Image. Bestes Beispiel: der 2001 eingeführte GT3 RS der Baureihe 996. Es handelte sich dabei um eine Evolution des GT3 R, einer reinrassigen Wetbewerbs-Ausführung. R, das bedeutete "Rennausführung". 2003 folgte der GT3 RS, doch das war eine Reminiszenz an den RS 2,7 und damit ein besonders leistungsfähiger 911 für die Straße. 2006 griff der erfolgreiche GT3 RS der Baureihe 997 diese Positionierung auf. Ende 2009 reaktivierte Porsche Motorsport das große R. Zehn Jahre nach dem ersten GT3 R gab sich eine runderneuerte Rennversion des 997 nach dem FIA-GT3-Reglement die Ehre. Als Porsche 17. November 2010 auf der Los Angeles Auto Show den Cayman R  präsentierte, stellte die Sportwagenschmiede klar: keine Variante für die Rennen fahrende Kundschaft sondern ein fahrdynanisches Sondermodell. Die Crux: Dieses Auto kann mehr! Und das hat einer unserer PORSCHE-SCENE-Medienpartner in aller Deutlichkeit herausgearbeitet.

Dass für Porsche die Ikone 911 auch im Motorsport das Modell der Wahl ist, hat eine lange Tradition. Sie reicht bis weit in die sechziger Jahre zurück und ist heute mehr denn je ein Kaufargument. 2005 jedoch begab sich der Cayman in Startposition. Eigentlich ein Boxster mit geschlossener Coupé-Karosserie und damit ein Fahrdynamiker par excellence, gab sich der neue Herausforderer erstaunlich handzahm. Auf Rennstrecken wollte ihn das Werk nicht sehen. Die Positionierung des 911 sollte nicht in Frage gestellt werden. Dennoch brachen da und dort Rosen durch den Asphalt, so in Italien. Aus einer privaten Initiative heraus kam in Italien ein Cayman-Markenpokal zur Austragung, über den wir erstmals in PORSCHE SCENE 03/2008 berichteten. Auf die angrenzenden Länder schwappte die neue italienische Welle nicht herüber, und so blieben die Cayman auf deutschen Rundkursen Exoten. 2006 preschte der Kölner Stefan Beil mit einem Extremumbau vor, 2007 gesellte sich Jürgen Alzen dazu. Beiden gewährte Porsche keine Unterstützung, zumal Alzen öffentlich den Einbau des Zehnzylinders-Motors aus dem Carrera GT in Betracht zog. Er stieß auf wenig Gegenliebe - und saß 2008 wieder im Elfer. Die sportliche Karriere des Cayman schien nach kurzem Aufflackern beendet zu sein.

Ausgerechnet der Cayman R gab dem jahrelang ruhenden Fall neuen Schwung. Kluge Strategen erkannten Potenzial, um in die Serienwagen-Klasse der VLN-Langstrecken-Meisterschaft Nürburgring einzusteigen. Die Eckdaten des 1998 eingeführten Reglements: Sicherheits-Einrichtungen wie Rennsitz und Überrollschutz sind vorgeschrieben, Eingriffe in die vorhandene Technik sind hingegen untersagt. es gilt die Formel: Was ab Werk drin ist im Auto, muss zum Siegen genügen. In dieser Hinsicht brachte der Cayman R alles mit, was ein Gewinner braucht: 3,4-Liter-Sechszylindermotor mit 330 PS, ein DIN-Leergewicht von 1.295 Kilogramm, Spoilerecken vorn, kleines Flügelprofil hinten. Dieses Gesamtpaket überzeugte zum Beispiel den Aachener IT-Kaufmann Martin Woyke, der mit Christoph Esser von PROsport Performance zusammenspannte und einen 2010er Cayman S 3.4l DFI der Konfiguration des Cayman R entsprechend verwirklichte. Das Porsche Zentrum Willich stand dem Projekt als Ersatzteilpartner zur Seite, PORSCHE SCENE als Medien-Presenter. Und siehe da: Bereits beim zweiten Einsatz sicherten sich die Fahrer Thomas Koll und Jörg Viebahn den Klassen- sowie Wertungsgruppensieg!

Zwei Wochen später war ein Einschlag in die Leitplanken zu verzeichnen, und nach erfolgter Reparatur lief es auch beim 24-Stunden-Rennen nicht rund. Ein Antriebswellendefekt warf Josef "Juppi" Bermes, Thomas Koll, Michael Hess sowie Herbert von Danwitz zurück. Ein Kabelbruch setzte ihrer Aufholjagd ein Ende. Dennoch traten sie den Beweis an, dass der Cayman R zumindest auf der Ebene des Breitensports konkurrenzfähig ist. Und das ist eine gute Nachricht für all jene, denen der kleine Bruder des 911 im Alltagsverkehr etwas zu lebhaft auftritt.

Von: Carsten Krome, unterstützt durch Martin Brock

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