Top Story in PORSCHE SCENE 07/2012: Angehalten...

1994er Porsche 911 (993) Cup 3,8 Coupé

1994er Porsche 911 (993) Cup 3,8 Coupé

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1994er Porsche 911 (993) Cup 3,8 Coupé

1994er Porsche 911 (993) Cup 3,8 Coupé

PORSCHE SCENE Racing Legends//Rennsport Legenden

Nachträglich beflügelt oder Flügel-los? Der Werkswagen aus dem Porsche Pirelli Supercup 1994 hält sich beide Optionen offen

20 Jahre Supercup: Das Jubiläum des internationalen Porsche-Markenpokals ist in unmittelbare Reichweite gerückt. 1993 installierte der Sportwagen-Hersteller das Schaulaufen des damals aktuellen 911 Carrera 2 der Baureihe 964 im Rahmenprogramm der Formel 1. Anfangs beschränkte sich der Rennkalender noch auf die europäischen Großen Preise. Inzwischen bereist der Tross auch andere Kontinente. Der prominenteste Zeitzeuge der zweiten Spielzeit, die übrigens einen Modellwechsel mit sich brachte, erstrahlt im Glanz der alten Tage. Thomas Josef Schmitz aus dem westfälischen Telgte ist es zu verdanken, dass das ehemalige VIP-Taxi wieder (so ähnlich) aussieht wie einst im Mai 1994. Der große Ferdinand "Ferry“ Anton Ernst Porsche (geboren am 19. September 1909 in der Wiener Neustadt; verstorben am 27. März 1998 in Zell am See) stellte einmal fest: ”Fast jedes Serienmodell von uns existierte bisher auch als Rennwagen”. Dieses Zitat empfanden die Männer um Herbert Linge 1989 als Ansporn, dem zu dieser Zeit in den Weltmarkt neu eingeführten 911 Carrera 2 der Baureihe 964 einen eigenen Markenpokal zu widmen. Am 1. April 1990 feierte der Carrera Cup Deutschland seine Premiere – in Belgien, beim Bergischen Löwen auf dem Omloop Terlamen Zolder. Der erste Sieger: Olaf Manthey (35), zugleich der spätere Titelgewinner. Die anfangs 265 PS starke Cup-Ausführung des Carrera 2 verzichtete auf aerodynamische Hilfsmittel. Was die Serie zu bieten hatte, zum Beispiel den bei 80 km/h ausfahrenden Heckspoiler, stand im Renntrimm natürlich auch zur Verfügung. Die Summe sämtlicher Lösungen in Bereichen wie dem Überrollschutz, der Fahrwerkskinematik, der Motorcharakteristik, der Antriebstechnik, der Lenkung oder der Geräuschentwicklung machten den Unterschied aus. Da all das, von 40 Millimetern Tieferlegung vielleicht abgesehen, von außen nur Insidern ersichtlich war, hatte es die Marketing-Abteilung leicht. Der Zusammenhang zwischen Schaufenster und Rundstrecke, zwischen Porsche Zentrum und Parc Fermé, ließ sich allgemein verständlich darstellen. Damit war der Vorgabe des großen, alten Herrn vorerst Genüge geleistet. Weitere Evolutionsschritte wie die Umstellung auf 18 Zoll große, dreiteilige Speedline-Räder 1992 ließen die Ikone 911 an sich unangetastet. 1993 vollzog Porsche mit seinem Markenpokal den Schritt in die Internationalität. Der Supercup ging auf Erfolgskurs, und von Anfang an fuhren VIP-Autos mit prominenten Gaststartern mit. Im Rahmenprogramm des Großen Preises von Monaco im Mai 1993 feierte der Finne Mika Häkkinen mit einem der VIP-Carrera einen durch ihn selbst noch einmal auf dem Hungaroring 1993 wiederholten Sieg. Altmeister wie Jochen Mass (46) gingen verhaltener ans Werk. Beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps am 28. August 1993 geriet der Formel-1-Star der siebziger Jahre in den Tiefen des Mittelfeldes mit Andreas Fuchs aneinander. Im Gänsemarsch suchten der Jungspund und der Gentleman ihre Boxen auf. Da die Lettern des privaten Fernsehsenders RTL auf dem VIP-Elfer prangten, konnte der Vorfall in den guten Stuben der Nation diskutiert werden – so oder so ein PR-Erfolg.

Das Saisonfinale auf dem Grand-Prix-Kurs des Hockenheimrings stellte alles bisher Dagewesene in den Schatten. Uwe Alzen (26), am 25. April 1993 Sieger der Supercup-Weltpremiere in Imola, und der 35-jährige Altfrid Heger kreuzten die Klingen zu einem unvergesslichen Duell. Mehr in der Wiese unterwegs als auf Asphalt, definierten sie neue Kampflinien, machten die Räume so eng wie nie in der Geschichte des Motorsports. Es war eine Demonstration unnachahmlicher Fahrkunst, die der an Jahren Reifere für sich entschied. Eine auffallende Parallele: Heger war zum Zeitpunkt seines Triumphes im gleichen Alter wie Olaf Manthey, als der drei Jahre zuvor im Carrera Cup reüssierte. Zur damaligen Zeit war offenbar ein gewisses Maß an Coolness und Abgeklärtheit vonnöten, um erfolgreich einen Porsche am Limit zu bewegen. Das Flügel-Zeitalter brachte neue, wesentlich jüngere Siegertypen hervor, ...

Lesen Sie die ganze Geschichte in Porsche SCENE 07/2012, ab 8. Juni 2012 im Zeitschriftenhandel!

Von: Text: Carsten Krome; Fotos: Carsten Krome

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