31.1.2010: kontrollierte Freude

Den Weg des Achtzylinders zur Rennreife bahnte ein Konstrukt namens "Spirit of Daytona Racing", beeinflusst von – Sie mögen es erraten haben – Familie France. Der Rennstall griff auf ein Coyote-Fahrgestell zurück. Bei näherer Betrachtung handelte es sich um ein modifiziertes Fabcar-Chassis, wie es Brumos Racing ab 2003 verwendete. Die Umbenennung war – wieder einmal – nostalgisch motiviert. Mit Coyote ließ sich eine alte Rennwagen-Manufaktur wiederbeleben, die unter A.J. Foyt zweimal die 500 Meilen von Indianapolis (1967 und 1977) gewann. Den vom Cayenne abgeleiteten Motor lieferte der bei uns völlig unbekannte Tuner Lozano Brohers aus Texas. Nach bescheidenen Anfängen – der werksunterstützte Sechszylinder war nach wie vor stärker – brachte sich der Coyote-Porsche-V8 binnen zweier Entwicklungsjahre in Position. 2010 nun war es an der Zeit, das Potenzial des Cayenne-Antriebs zu ergründen. Mit dem veralteten Coyote-, pardon, Fabcar-Fahrgestell war das nicht zu machen. Erst die Konstruktion des Marktführers Bill Riley erlaubte einen unmittelbaren Leistungsvergleich. Im Juli 2006 schlug Brumos Racing denselben Weg ein, als Bob Snoddgrass während der laufenden Saison von Fabcar- auf Riley-Chassis umdisponierte. Der Manager stand unter Erfolgsdruck. Red Bull hatte die Finanzierung des zweiten Brumos-Porsche als Hauptsponsor übernommen. Doch der ersehnte Erfolg bei den 24 Stunden von Daytona blieb aus.

Von: Carsten Krome

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