Le Mans, Legenden: Fritz Huschke von Hanstein (1911 – 1996)

"Rennbaron" Fritzsch Huschke von Hanstein"Rennbaron" Fritzsch Huschke von Hanstein"Rennbaron" Fritzsch Huschke von Hanstein

Als Sohn eines adeligen Großunternehmers: am 3. Januar 1911 in Halle an der Saale geboren

Pressechef, Rennleiter und Rennfahrer: von 1952 bis 1974 das Porsche-Image mitgestaltet

Hochrangiger Funktionär: Repräsentant des Motorsports und der Porsche AG in aller Welt

Am 3. Januar 2011 wäre Fritz Sittig Enno Werner "Fritz Huschke" von Hanstein, eine der großen Persönlichkeiten in der Unternehmensgeschichte der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, 100 Jahre alt geworden. Als Pressechef, Rennleiter und Rennfahrer prägte Huschke von Hanstein von 1952 bis 1974 das Image der Marke Porsche. Als Sportpräsident des Automobilclubs von Deutschland (AvD), Präsident der Obersten Nationalen Sportkommission (ONS) und Vizepräsident des Internationalen Automobilsport-Verbandes (FIA) repräsentierte er zudem weltweit den deutschen Motorsport und die Marke Porsche.

In Halle als Sohn eines adligen Großunternehmers geboren, wurde Huschke von Hanstein nach seinem Abitur zu einem erfolgreichen Rennfahrer der Vorkriegszeit. Noch während seiner kaufmännischen Lehre in Hamburg bestritt er 1929 sein erstes Motorrad-Rennen bei der ADAC-Reise-Tempo-Fahrt. Seine Langstreckenfahrten setzte er in den nächsten Jahren auf Motorrädern von FN, Ardie, BSA und Norton fort. Bald darauf stieg er auf vier Räder um und war als Werksfahrer für Hanomag, Adler und BMW bei Langstrecken-, Berg- und Rundstreckenrennen in ganz Europa erfolgreich. Ab 1936 nahm er bereits regelmäßig am legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil und wurde zwei Jahre später auf BMW Deutscher Bergmeister. Einen grandiosen Erfolg feierte von Hanstein 1940 beim Ersatzrennen der Mille Miglia, als er das Deutsche Nationalteam auf einem BMW 328 zum Gesamtsieg führte.

Nach dem Krieg setzte er zunächst seine Motorsportaktivitäten mit Eigenbau-VW-Sportwagen fort, bevor er durch Vermittlung des ehemaligen Auto-Union-Rennleiters Dr. Feuereisen 1950 mit Porsche in Kontakt kam. Im September 1951 gehörte er bereits zur Porsche-Rennfahrer-Equipe, die in Montlhéry 17 Weltrekorde einfuhr. Ein Jahr nach dem "Abenteuer von Montlhéry“ wurde Huschke von Hanstein in Personalunion Rennleiter und PR-Chef bei Porsche. In den folgenden fünfziger und sechziger Jahren prägte der Freiherr maßgeblich den sportlichen Stil des noch jungen Hauses Porsche mit. Als Rennleiter und Fahrer bestritt er nicht nur europäische Veranstaltungen wie Le Mans, Targa Florio, Giro di Sicilia sowie den Langstreckenklassiker Lüttich-Rom-Lüttich, sondern steigerte weltweit den Bekanntheitsgrad des Unternehmens Porsche durch Rennauftritte in den USA, Mexiko, Venezuela und auf den Bahamas.

Weltmännisches Auftreten und selbstverständliche Eleganz, gepaart mit rhetorischer Gewandtheit und Vielsprachigkeit verschafften Huschke von Hanstein großes Ansehen in der Automobilwelt. Zusammen mit seiner Ehefrau Ursula galt er als perfekter Gastgeber, der in seinem Haus am Stuttgarter Kräherwald legendäre Abende ausrichtete. Als Botschafter vertrat er die Marke Porsche nicht nur gegenüber den internationalen Medien, sondern war auch bei unzähligen Porsche-Clubtreffen ein geschätzter Gast. So gab er am 16. Mai 1952 den Anstoß zur Gründung des ältesten Porsche-Clubs der Welt. Die Sportwagen-Manufaktur existierte noch keine 50 Monate, als er Dortmunder Porsche-Freunden nahelegte, den Porsche Club Westfalen e.V. ins Leben zu rufen. Daraus entstand eine internationale Bewegung.

Von: PORSCHE SCENE Newsroom/GO

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