15.6.2008, Le Mans: LMP2-Sieg

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Fotos: Porsche AG

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(15.06.2008) Besser hätte die Le Mans-Premiere für den Porsche RS Spyder nicht ausfallen können: Der Sportprototyp aus Weissach feierte beim härtesten Langstreckenrennen der Welt einen Doppelsieg in der LMP2-Klasse. Nach einer fehlerfreien Fahrt ohne jegliche technische Probleme kamen Jos Verstappen, Jeroen Bleekemolen und Peter van Merksteijn (alle Niederlande) als Erste ins Ziel. Das Trio vom Team Van Merksteijn Motorsport hatte acht Runden Vorsprung auf den zweitplatzierten RS Spyder von John Nielsen, Casper Elgaard (beide Dänemark) und Porsche-Werksfahrer Sascha Maassen (Aachen). Von den Startplätzen eins und zwei ins Rennen gegangen, kontrollierten die beiden Teams mit dem 476 PS starken RS Spyder von Beginn an das Rennen.

 

„Ich freue mich, dass die Erwartungen unserer Kundenteams Van Merksteijn Motorsport und Essex erfüllt wurden. Der RS Spyder hat bewiesen, dass er nicht nur schnell, sondern auch besonders zuverlässig ist. Aber auch die professionelle Arbeitsweise der Teams war ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg“, sagte Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen. „Auch die Performance des GT3 RSR war hervorragend. Doch leider haben gleich zwei Autos durch einen unglücklichen Unfall in der Anfangsphase ihre Chance auf einen Sieg verspielt.“

 

„Dieser Erfolg ist etwas ganz Besonderes in meiner Rennfahrer-Laufbahn“, sagte der ehemalige Formel-1-Fahrer Jos Verstappen überglücklich. „Wer in Le Mans gewinnt, geht in die Geschichtsbücher ein. Für mich ist es zusätzlich bedeutend, weil ich nie zuvor ein 24-Stunden-Rennen gefahren bin. Das Auto war unglaublich zuverlässig und fantastisch zu fahren. Es hat von der ersten bis zur letzten Minute riesigen Spaß gemacht.“ Auch Teamkollege Peter van Merksteijn, der Besitzer des niederländischen Teams, war völlig aus dem Häuschen. „Das ist der Wahnsinn“, sagte der 52-Jährige. „Jeder im Team hat unermüdlich gearbeitet. Vor allem Jos ist gefahren wie ein junger Gott. Mein Job war eigentlich nur, den RS Spyder ohne Blessuren wieder an die Box zu bringen und nicht zuviel Zeit auf Jos und Jeroen zu verlieren. Und das ist mir geglückt. Die Unterstützung von Porsche war ausgezeichnet und die Zusammenarbeit hätte nicht besser sein können.“ Nur eine außerplanmäßige Reparatur störte den Ablauf. Der Unterboden hatte sich beim Räubern über die Randsteine gelockert und musste befestigt werden.

 

In die Freude der Essex-Piloten über den zweiten Platz mischte sich ein wenig Wehmut. Im ersten Renndrittel hatte das dänische Team lange geführt – und sich daher berechtigte Hoffnungen auf einen Le Mans-Sieg gemacht. Zwei schleichende Plattfüße und ein zusätzlicher Boxenstopp wegen Elektronikproblemen kostete die Siegchance. „Es ist dennoch sehr bewegend, dass wir bei unserem ersten 24-Stunden-Rennen als Team Zweite wurden“, sagte John Nielsen, der als Fahrer und Teamchef fungiert und 1990 bei dem Langstreckenklassiker einen Gesamtsieg geholte hatte. Auch Sascha Maassen stellte dem Essex-Team ein gutes Zeugnis aus. „Ich habe mich auf Anhieb in meinem Gastteam wohlgefühlt und war überrascht, mit welchem Engagement und welcher Zielstrebigkeit da gearbeitet wird“, sagte der Porsche-Werksfahrer, der in der American Le Mans Series für das werksunterstützte Penske-Team startet. „Es war ein Highlight, den RS Spyder hier in Le Mans zu fahren. Dank der außergewöhnlich guten Balance und Straßenlage des Autos hatte man auch in den ultraschnellen Passagen immer volles Vertrauen ins Fahrzeug.“ Rennergebnis LMP2

Von: GO

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