ALMS 2007: das Maß aller Dinge

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Fotos: Porsche AG

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(29.10.2007) Mit einer einzigartigen Siegesserie stellte der Porsche RS Spyder in der Saison 2007 die American Le Mans Series auf den Kopf. Die in Weissach entwickelten und gebauten Sportprototypen beherrschten nicht nur die Konkurrenten ihrer Klasse LMP2. Auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung in dieser Rennserie mit den schnellsten Sportwagen der Welt distanzierten sie auch die wesentlich leistungsstärkeren, in der LMP1-Klasse startenden Audi R10.

Der Countdown für die American Le Mans Series 2007 begann im Januar mit den Wintertests auf dem Sebring International Raceway. Bei der Generalprobe für den Saisonauftakt auf dem Flugplatzkurs in Florida waren die von den Teams Penske Racing und Dyson Racing eingesetzten Porsche RS Spyder an allen Testtagen eine Klasse für sich und hielten die starke Konkurrenz klar auf Distanz. „Wir haben alles umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben und hatten keine wesentlichen technischen Probleme“, zog Dieter Steinhauser, Leiter Motorsport Entwicklung und Projektleiter RS Spyder, eine positive Bilanz. „Wir haben schnell Fortschritte gemacht und konnten das Potenzial des RS Spyder auf der Rennstrecke gut umsetzen.“

Für den in Weissach entwickelten und gebauten Sportprototyp war der Abstecher nach Florida ein echter Härtetest. Über den Winter war das Siegerauto der Saison 2006, mit dem Porsche in der Klasse LMP2 alle Meistertitel gewonnen hatte, mit Hilfe von Computersimulationen und Windkanalversuchen vor allem aerodynamisch weiter verbessert worden. Auch aus dem V8-Rennmotor hatten die Ingenieure noch 23 zusätzliche PS herausgekitzelt und die Leistung des RS Spyder damit auf 503 PS gesteigert. Positiv wirkten sich auch die Weiterentwicklungen etwa bei der Zentralelektrik, der Hydraulik und der Servolenkung aus. Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard fasste seine Testeindrücke so zusammen: „Das neue Auto ist eine andere Welt.“

1. Rennen: Sebring/Florida

Beim traditionsreichen Zwölf-Stunden-Rennen in Sebring, dem ältesten Sportwagenrennen der USA, startete Porsche mit einem hart erkämpften Podiumsplatz in die neue Saison. Auf dem welligen Flugplatzkurs im Herzen des Sonnenstaates brachten Timo Bernhard (Deutschland), Romain Dumas (Frankreich) und Helio Castroneves (Brasilien) den RS Spyder mit der Startnummer 7 auf dem dritten Platz der Klasse LMP2 ins Ziel. Der vom US-Team Penske Motorsports mit Werksunterstützung von Porsche eingesetzte Sportprototyp, mit dem sich Timo Bernhard im Qualifying mit einem neuen Rundenrekord die Bestzeit der Klasse LMP2 gesichert hatte, fuhr in der Anfangsphase des Rennens an der Spitze mit, lag zeitweise sogar in Führung. Doch dann musste er wegen Problemen mit der Stromversorgung mehrmals die Box ansteuern und fiel zurück.

Der RS Spyder mit der Startnummer 6, gefahren von Titelverteidiger Sascha Maassen (Deutschland), Ryan Briscoe (Australien) und Emmanuel Collard (Frankreich), verlor bereits in der ersten Stunde des Rennens durch einen langen Reparaturstopp 16 Runden auf die Spitze. Trotzdem holte er als Achter seiner Klasse noch Meisterschaftspunkte, wobei Ryan Briscoe die schnellste Rennrunde gelang. Noch besser platziert waren die RS Spyder des US-Privatteams Dyson Racing, das mit Unterstützung von Porsche erstmals zwei der Sportprototypen aus Weissach einsetzte. Der RS Spyder mit der Startnummer 16, den sich Andy Wallace (Großbritannien), Butch Leitzinger (USA) und Andy Lally (USA) teilten, belegte den fünften Platz der Klasse LMP2. Mit der Startnummer 20 kamen Chris Dyson (USA) und Guy Smith (Großbritannien) als Klassensechste ins Ziel. „Mit der Bestzeit im Qualifying und der schnellsten Rennrunde in der Klasse LMP2 hat der neue RS Spyder bei seinem ersten Renneinsatz seine Konkurrenzfähigkeit unter Beweis gestellt“, sagte Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen. „Leider haben uns ärgerliche Elektrikdefekte um den Lohn unserer Arbeit gebracht.

Von: GO

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