Axel Plankenhorn: “Da gab es ein grundsätzliches Problem“

DRM-Saisonauftakt 1980: Beim "Bergischen Löwen" in Zolder/B erobert Axel Plankenhorn (Kremer-935 K3a, Chassisnummer 000 00011) die Pole-Position, er lässt 1.30,95 Minuten notieren

DRM-Saisonauftakt 1980: Beim "Bergischen Löwen" in Zolder/B erobert Axel Plankenhorn (Kremer-935 K3a, Chassisnummer 000 00011) die Pole-Position, er lässt 1.30,95 Minuten notieren

Tatort Hockenheim: Am 13. April geht die DRM 1980 in die dritte Runde. Nachdem Spitzenreiter Bob Wollek ausgerollt ist, kommt es zwischen den Ex-Teamkollegen Plankenhorn (vorn) und Ludwig zum Showdown

Tatort Hockenheim: Am 13. April geht die DRM 1980 in die dritte Runde. Nachdem Spitzenreiter Bob Wollek ausgerollt ist, kommt es zwischen den Ex-Teamkollegen Plankenhorn (vorn) und Ludwig zum Showdown

Mit ganzem Einsatz: Über alle vier Räder driftend, mit steil gestelltem Heckflügel für einen maximalen aerodynamischen Anpressdruck auf der Hinterachse, bei einer “Chaosrunde“ im Qualifikationstraining der DRM 1980

Mit ganzem Einsatz: Über alle vier Räder driftend, mit steil gestelltem Heckflügel für einen maximalen aerodynamischen Anpressdruck auf der Hinterachse, bei einer “Chaosrunde“ im Qualifikationstraining der DRM 1980

Der Schein trügt: keine Führungskilometer beim ADAC-Eifelrennen am 27. April, dem vierten DRM-Lauf 1980 – Rolf Stommelen, Bob Wollek und Klaus Ludwig sind bereits durch

Der Schein trügt: keine Führungskilometer beim ADAC-Eifelrennen am 27. April, dem vierten DRM-Lauf 1980 – Rolf Stommelen, Bob Wollek und Klaus Ludwig sind bereits durch

Ausrutscher in der ersten Runde: Am 30. März 1980 ruft beim Goodyear-300-Kilometer-Rennen erstmals die Nürburgring-Nordschleife, im Streckenabschnitt Pflanzgarten geht es im Paarlauf mit Edgar Dören dahin

Ausrutscher in der ersten Runde: Am 30. März 1980 ruft beim Goodyear-300-Kilometer-Rennen erstmals die Nürburgring-Nordschleife, im Streckenabschnitt Pflanzgarten geht es im Paarlauf mit Edgar Dören dahin

PORSCHE SCENE Racing Legends // Rennsport-Legenden

Zweiter Teil unseres großen Exklusiv-Interviews mit dem Zeitzeugen der “Geilen Zeit“, der Deutschen Automobil-Rennsportmeisterschaft

Axel Plankenhorn, geboren am 16. Dezember 1951, ist ein ehemaliger deutscher Spitzen-Rennfahrer mit Teilnahmen an den 24 Stunden von Le Mans auf verschiedenen Porsche – siehe Randthema. 1980 erhielt er den Auftrag, den Jägermeister-Kremer-Porsche 935 K3a in der Deutschen Automobil-Rennsportmeisterschaft zu pilotieren. Das Kölner Brüderpaar Erwin und Manfred Kremer, setzte ihn, den 28-jährigen Turbo-Lehrling der Saison 1979, auf die Titelverteidigung an. Doch die Ehe scheiterte nach fünf DRM-Einsätzen vorzeitig. Im zweiten – und vorletzten – Abschnitt unseres Exklusiv-Interviews beleuchten wir dieses hochsensible Kapitel und wenden uns der Frage zu, wie das einstige “Wunderauto“ so plötzlich entzaubert werden konnte.

PORSCHE SCENE: "Axel Plankenhorn, in der Aufarbeitung Ihrer Zeit in der Gruppe 5, die parallel zur Deutschen Automobil-Rennsportmeisterschaft auch internationale Einsätze umfasste, haben wir – bildlich formuliert – vor dem 24-Stunden-Rennen von Daytona im US-Bundesstaat Florida am 3. Februar 1980 auf die Pausentaste gedrückt. Wie begann Ihr 'Abenteuer 1980'?"

Axel Plankenhorn: "Abenteuerlich! Ich war seitens Kremer Racing dazu abgestellt, bei den Gebrüdern Whittington als europäischer Gruppe-5-Profi auszuhelfen. Sie waren zu dritt – Don, Bill sowie Dale –, und hatten zwei Porsche 935 am Start. Bei dem schnelleren Porsche handelte es sich um das zwischenzeitlich an die Whittingtons verkaufte und in Gelb umlackierte Siegerfahrzeug der 24 Stunden von Le Mans 1979, den Kremer-K3. Klaus Ludwig sowie Don und Bill Whittington hatten es in Frankreich pilotiert, Dale war dort nicht zum Einsatz gekommen. Ich hatte die Aufgabe, Dale in einem zweiten 935er zu unterstützen. Das war allerdings kein Kremer-K3, sondern ein technisch nicht ganz so ausgeklügeltes IMSA-Chassis aus dem Vorjahr."

PORSCHE SCENE: "Das Trainingsresultat ließ hoffen – Don und Bill Whittington mit dem Kremer-935 K3 auf Pole-Position, sogar noch vor Rolf Stommelen mit dem 1978er Joest-Porsche 935/77A, Dale mit dem IMSA-935 – übrigens das Chassis mit der Nummer 930 990 0028 – auf Platz fünf. Das legt die Vermutung nahe, dass während der Qualifikation ein junger Deutscher das Lenkrad in den Händen hielt!"

Axel Plankenhorn: "Das war nicht der Fall! Genau genommen, habe ich am Training überhaupt nicht teilgenommen! Es ging die ganze Zeit hin und her. Kurz vor der Startaufstellung, ohne eine gezeitete Trainingsrunde, hieß es dann: 'You can drive!` Das war noch nicht alles – Daytona kannte ich aus der Perspektive des Rennfahrers überhaupt nicht, auch nicht die berühmte Steilkurve. Es war schon dunkle Nacht, als ich ins Auto steigen durfte."

PORSCHE SCENE: "Wie war das auf den ersten Metern, nach einer monatelangen Winterpause, in einem ungewohnten Auto, auf einer ungewohnten Strecke irgendwo in Amerika, noch dazu bei Dunkelheit?"

Axel Plankenhorn: "Och ja, das Auto war an sich nichts Besonderes. Ich habe ausgerechnet in der Steilkurve den Heckflügel verloren und mich in einem großen Bogen bis ins Infield gedreht, ohne irgendwo anzuschlagen. Ich konnte die Fahrt zunächst fortsetzen. Nachts um vier sind wir dann aufgrund eines Motorschadens ausgefallen. Durch den hohen Ladedruck verschweißten immer die Zylinderköpfe."

PORSCHE SCENE: "Wie erlebten Sie Ihre Rückkehr nach Europa, wie verlief das Frühjahr 1980?"

Axel Plankenhorn: "Wir lagen im Fahrplan. Das neue Auto war wunderschön – die Karosserie war noch einmal in zahlreichen Details überarbeitet worden. Heute ist das kaum noch bekannt. Sämtliche Proportionen des 935 K3a veränderten sich in Nuancen. Ich freute mich nicht nur auf dieses Auto, dessen Aufbau ich ja miterlebte, ich brannte auf dieses Auto! Wir gingen nach Zolder zum Testen – und es regnete in Strömen. Wir hatten Sprechfunk im Auto, und auf einmal hörte ich Manfred Kremer rufen, ich solle bloß anständig fahren."

Lesen Sie das ganze Interview ab dem 15. Januar 2013 in PORSCHE SCENE 03/2013!

Zweiter Teil unseres großen Exklusiv-Interviews mit Axel Plankenhorn, dem Zeitzeugen der Deutschen Automobil-Rennsportmeisterschaft

Von: PORSCHE SCENE Newsroom, Carsten Krome

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