Er lebe hoch!

1994er 911 (993) Carrera 2

1994er 911 (993) Carrera 2

1994er 911 (993) Carrera 2

1994er 911 (993) Carrera 2

1994er 911 (993) Carrera 2

Neu ist die Geschichte vom runden Geburtstag und dem Kauf eines Porsche wirklich nicht. Wir haben einige Male von 30- oder 40-Jährigen berichtet, die sich zum Wiegenfest selbst beschenkten. Auch Joachim Effen – inzwischen 39 – stieg in den Elfer seiner Träume, als die Altersangabe mit einer Null endete. Das war vor fast zehn Jahren. Ende August steht der nächste runde Ehrentag an. Bis zu diesem Datum will er den Umbau des 1998 angeschafften 993 Carrera 2 vollendet haben. Zum Abbild der Supercup-Version fehlt noch ein kleines Detail.

Joachim Effen lacht vergnügt. "Was ich mir zum 40. Geburtstag wünsche?", prustet er. "Natürlich einen GT3 RS!" Fast wäre der Chronist drauf reingefallen, hätte Effen nicht nachgelegt: "Wenn der denn bloß ins Budget passte!" Am 28. August 2008 wird der innere Tacho umspringen. Doch der Kaufmann der Versicherungswirtschaft hat gute Gründe, sich auch ohne GT3 RS aufs Wiegenfest zu freuen. Fahrspaß vermittelt ein 94er 993 Carrera 2 im Look der Supercup-Version.

Das heißt: schmal gehaltene Serien-Karosserie mit Spoilerwerk in sämtlichen Himmelsrichtungen. "Eine Augenweide!", stellt Joachim Effen fest. Dabei wirkt er zufrieden. "Im vergangenen Jahr habe ich viel Geld in die Hand genommen und diesen Umbau verwirklicht. Mein Porsche gefällt mir richtig gut. Den werde ich nicht wieder hergeben, 40. Geburtstag hin oder her!" Ein Wunsch bleibt: "Ich will, dass alle Arbeiten bis zu diesem Termin abgeschlossen sind." Dann erzählt er, dass er noch auf einen Überrollbügel warte.

Sein Blick schweift dabei über das Eifelstädtchen Adenau hinweg zu den Hügeln, die seit 1927 die Rennwelt bedeuten. Wir haben uns direkt an der Nürburgring-Nordschleife verabredet. Gegenüber sind die Streckenabschnitte "Metzgesfeld" und "Kallenhard" auszumachen. An der höchsten Stelle erleichtert ein Sendemast die Orientierung. "Meine Freundin wohnt hier", erklärt Joachim Effen, "und seit viereinhalb Monaten auch meine Tochter." Er selbst lebt 45 Kilometer entfernt in Euskirchen und kann von dort nicht wegziehen. "1997 übergab mein Vater ein alteingesessenes Versicherungsbüro an mich. Ich bin zu hundert Prozent ortsgebunden und meine Freundin ist es leider auch. Sie führt das Geschäft ihrer Großeltern weiter." Darüber könnte man sich beklagen. Für Joachim Effen gilt das nicht. Die Frohnatur nimmt‘s pragmatisch:

"Ich habe ja ein schnelles Auto!" Und so schwenkt das Thema zurück zum Porsche. Der glänzt indischrot unter der Sonne, so als stünde er die meiste Zeit in irgendeiner Garage. Das ist allerdings nur selten der Fall. Erst im vergangenen Jahr stand die 120.000er Inspektion an. Sie war der Anlass für den einen oder anderen Handgriff, wovon noch die Rede sein wird.

"Mein zweiter Elfer", holt Joachim Effen aus. Der erste: ein 964 Cabriolet, 1996 angeschafft, mit weinroter Ausstattung. Der Motor hielt nicht lange. Bei Volllast brach ein Kipphebel. Die Auswirkungen: 12.000 D-Mark Reparaturkosten bei monatelangem Nutzungsausfall. "Ich überließ den Wagen einem Rennmechaniker aus Bad Münstereifel. Der war aber die meiste Zeit mit Roock Racing in der FIA-GT-Meisterschaft unterwegs und für mich eigentlich nie greifbar", erinnert sich Effen. Doppelt ärgerlich:

Von: Carsten Krome

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