Geschüttelt, nicht gerührt!

1992er 911 (964) Carrera 2

1992er 911 (964) Carrera 2

1992er 911 (964) Carrera 2

1992er 911 (964) Carrera 2

1992er 911 (964) Carrera 2

So bekannt wie Agent 007 ist Thomas Thalmann ganz gewiss nicht. Dem einen oder anderen Leser dürfte der Kölner dennoch ein Begriff sein. PORSCHE SCENE stellte zwei seiner Projekte vor, zuletzt in Ausgabe 07/2007. Diese Ziffern - Zufall oder nicht - lassen Rückschlüsse auf James Bond zu. Den Martini nahm die Roman- und Filmfigur stets geschüttelt, nicht gerührt. Thomas Thalmann hält es genauso. Welche Auswirkungen das auf seinen 92er Carrera 2 hatte, erfahren Sie in diesem Beitrag.

"Magic stripes reloaded", mag man beim Blick auf Thomas Thalmanns 964 Coupé denken. Vor etwas mehr als einem Jahr, in der August-Ausgabe 2007, erinnerten wir an das Martini-Racing-Team. "Magic stripes" titelte die Geschichte damals. Übersetzt: magische Streifen. Thomas Thalmann (40) hätte eine Anekdote dazu beisteuern können. Der Kölner erinnert sich: “Beim wöchentlichen Einkauf schenkte meine Oma mir jedesmal ein anderes Spielzeugauto. So kam es, dass ich irgendwann einen silbernen 911 im Martini-Racing-Look in den Händen hielt. Von da an war er mein absoluter Favorit!“ Daran sollte sich nie wieder etwas ändern.

Die silberne Rennfarbe mit den roten, weißen und blauen Streifen fasziniert den gelernten Werkzeugmacher bis heute. Dass sie nach der Saison 1975 durch die Grundfarbe Weiß abgelöst worden ist, ist für Thalmann ein unwichtiges Detail. Seit Dezember 2005 fährt er einen silbernen Elfer. PORSCHE-SCENE-Leser wissen das, seit wir den 92er Carrera 2 in Ausgabe 07/2007 vorstellten. Die damalige Headline: "Zeichen der Zeit".

Zwischen diesem Report und der Historie des Martini-Racing-Teams lag ein Monat. Für Thomas Thalmann muss es ein Omen gewesen sein. Beides - Elfer und Sponsorlook - brachte er zusammen. Das Ergebnis feierte am 1. Mai 2008 in Dinslaken seinen Einstand. Die Verwandlung des polarsilbernen Coupés in ein Themenauto veranlasste uns, es noch einmal in Szene zu setzen. Den erst im Dezember 2006 verarbeiteten Neulack werten Farbfolien auf. Das originalgetreue Design erstreckt sich über den Sicht-Karbon-Kofferraumdeckel über das Dach bis nach hinten zur Motorhaube. Für die Seiten blieb auch etwas übrig.

Die Frontschürze besticht durch ihre fehlenden Spritzwasserdüsen und die Gestaltung in "Indischrot". Orangene Blinker ersetzten die weißen Gläser, um Nebelscheinwerferblenden des 964 RS wirkungsvoll einzurahmen. Sie bestehen nämlich auch aus weißem Glas, das neben gleichfarbigen Blinkern kaum aufgefallen wäre. Das Mittelteil der Heckschürze spendierte abermals der 964 RS. In "Indischrot" lackiert, ist ein kräftiger Schlusspunkt gesetzt.

Bei den Rädern leistete sich Thomas Thalmann eine Rückstufung von 18 auf 17 Zoll. Er ergatterte einen Satz Magnesium-Felgen, die am Markt zurzeit 4.500 Euro wert sein dürften. Was nicht unbedingt heißt, dass dieser Preis auch gezahlt worden ist. Die Räder sind in Mattschwarz gehalten und passen bestens zum Martini-Outfit. Ihre technischen Eigenschaften sind nicht zu vernachlässigen. Neben verbesserter Dynamik ist auch die Abstützung der Vorderachse erwähnenswert. Das Format der Magnesiumfelgen beträgt vorn 7,5J x 17 anstelle der üblichen 7,0J x 17. So können statt 205/50-17 Pirelli "P Zero Rosso" 225/45-17 verwendet werden. Dies dient nicht nur der Kurvenstabilität, sondern unterstützt auch die Bremsperformance. Sichere Verzögerung garantieren Komponenten der Turbo-Generationen 964 sowie 993. Thalmann lackierte die Aluminium-Festsättel knallrot, um darauf hinzuweisen. Gelochte, innenbelüftete Scheiben und Stahlflex-Leitungen sind  selbstverständlich. Ein RS-Fahrwerk hält das Coupé in der Spur.

Von: Torsten Ganser

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