Klein-Arbeit

2008er 911 (997) GT3 RS

2008er 911 (997) GT3 RS

2008er 911 (997) GT3 RS

2008er 911 (997) GT3 RS

2008er 911 (997) GT3 RS

Dass der 997 GT3 RS in den Porsche-Zentren längst vergriffen ist, wissen Sie. Dass in Orange, Grün und Schwarz mit Orange ausgeliefert worden ist, haben Sie erfahren. Dass der Vorstand ein dunkelblaues Einzelstück für einen besonderen Kunden bewilligte, mag Ihnen vielleicht neu sein. Dass seit März 2008 ein schwarzes Exemplar mit silbernen Seitenstreifen existiert, erfahren Sie in diesem Beitrag. Darin stellen wir den Porsche eines Sportfahrers alter Schule vor. Der Münchner Michael Klein (53) reist grundsätzlich auf eigener Achse zu den Schauplätzen von Porsche Sports Cup und Alpenpokal, um sich bereits auf öffentlichen Verkehrswegen an den 415 PS zu erfreuen. Details sollen die Performance seines Wagens verbessern.

Donnerstag, 7. August 2008, Spa-Francorchamps. Das 24-Stunden-Rennen auf dem Ardennenkurs hat am Wochenende zuvor stattgefunden. Der Lauf zur FIA-GT-Meisterschaft ist in Belgien das Highlight der Saison. Im Fahrerlager hat es den Anschein, als liefe die Veranstaltung noch. Professionelle Sattelauflieger belegen den Boxenvorplatz, in den Garagen wird an aktuellen Cup-Carrera gearbeitet, da und dort ist ein Ghettoblaster zu hören. Was ist hier los? "Morgen ist hier freies Fahren!", klärt ein entspannt wirkender Herr auf. Er steigt aus einem schwarzen 997 GT3 RS, den silberne Seitenstreifen zieren. Der Mann bemerkt das Interesse an seinem Sportgerät. Er stellt fest: "Meines Wissens der einzige in dieser Farbkombination!"

Ob er Spaß an einer spontanen Fotoproduktion hätte? "Aber sicher", antwortet er freundlich und stellt sich vor: "Michael Klein aus München!" Seinen Porsche auf das Shooting vorbereiten muss er nicht. Der schwarze Lack glänzt, das Finish ist einwandfrei. Trotzdem platzt der vereinbarte Termin. Denn plötzlich verfinstert sich der Himmel, es blitzt, donnert und regnet wie aus tausend Kübeln. Unglaublich, wie schnell der Wind hoch über den Ardennen die Gewitterfront hierher getragen hat! Eben noch strahlte die Sonne, hatte die Stimmung in den abgelegeneren Winkeln des Fahrerlagers fast etwas meditatives. Man muss sich in Spa-Francorchamps auskennen, auf wechselndes Wetter eingestellt sein – auch innerlich.

Eine halbe Stunde später ist die Vorstellung vorbei und die Sonne zurückgekehrt. Doch es ist merklich kühler nach dem Platzregen, der Asphalt bleibt lange siepenass – noch so eine Eigenart hier oben in Belgien. Michael Klein strahlt dieselbe Gelassenheit aus wie vorhin. "Wo soll ich mein Auto hinstellen?", fragt er und findet sich in der Boxengasse wieder. Zeit, nach dem Sinn eines freien Fahrens mitten in der Woche zu forschen. "Wissen Sie", heißt es zur Eröffnung, "Samstag und Sonntag fahren wir alle im Porsche Sports Cup, morgen können wir trainieren. Wollen Sie meinen Helm mal sehen?" Dann holt er einen silbernen Kopfschutz hervor, der genauso professionell aussieht wie die Sattelauflieger auf dem Boxenvorplatz. Zum Helm gehört ein so genanntes HANS-System. Ausgeschrieben heißt das "Head and Heck Support Device". Im Spitzensport ab 2001 eingeführt, soll es den Fahrer bei Unfällen vor lebensgefährlichen Nackenverletzungen bewahren.

Von: Carsten Krome

<< Erste < Vorherige 1 2 3 4 Nächste > Letzte >>

Kommentare aus der Community

Sie sind nicht angemeldet. Nur angemeldete User können Kommentare schreiben und beantworten.

Zur kostenlosen Registrierung geht´s im Bereich Community.

Bereits registriert? Dann melden Sie sich über das Formular in der linken Spalte an und schreiben Sie hier Ihren Kommentar!

motorfacts.deAUDI SCENEflash OPEL SCENEVW SCENEEASYRIDERSYOUNGTIMER SCENEHARDWOK