Orangenkraft

1981er 911 3,0 SC Coupé

1981er 911 3,0 SC Coupé

1981er 911 3,0 SC Coupé

1981er 911 3,0 SC Coupé

1981er 911 3,0 SC Coupé

In der Dezember-Ausgabe 2008 riefen wir in unser Leseraktion dazu auf, uns Ihre "Er-Fahrungswerte" in Sachen 911 SC mitzuteilen. So lernten wir Dirk Wachter aus Schwerte kennen, der seit letztem Jahr ein 1981er Modell bewegt, dass er sich nach eigenen Vorstellungen umbaute.

Orange - die Welt von Dirk Wachter ist orange. Egal ob am Auto oder in der Wohnung. Er liebt gelbe, aber eben vor allem orange Töne: "Das sind ganz einfach warme, angenehme Farben", findet der 41jährige, als er uns seinen 911 SC vorstellt. Natürlich lackiert in…? Ja, genau! Das war aber nicht immer so. Als er den  Wagen Anfang 2007 aus der Scheune eines Nachbarn herauskaufte, trug der Elfer dunkles Blaumetallic. Aber für Wachter ist die Farbe kein Dogma. Neben einer Pilgrim-Cobra oder einem Dodge Ram Pick-up in den bereits erwähnten Tönen, warten unter anderem auch noch ein VW T1-Bus und ein Opel Olympia auf ihre Fertigstellung. Die werden dann wohl stahlblau respektive rot dastehen.

Und auch der Elfer sollte zuerst seinen Originallack behalten. Doch der Wagen musste nach drei Jahren nahezu unbewegtem Dornröschenschlaf gründlich instand gesetzt werden. "Er hatte Kratzer im Lack oder auf den Stoßstangen. Zudem gammelten die Gummiteile, Dichtungen waren porös. Am Heckflügel brachen die Verschraubungen aus dem Gummi, also habe ich den Wagen erstmal auseinander genommen." Dabei traten dann auch kleine Roststellen am Fahrertürholm zutage. Und da alles gerade so schön auseinander war und sich die Frage nach einer Teillackierung oder Ausbesserung der Schadstellen schon eigentlich nicht mehr wirklich stellte, lag dann die Wunschfarbe schnell fest: "Ford Focus Orange."

Ein Freund übernahm die kompletten Lackierarbeiten und behob zuvor auch gleich die Roststelle, die er dabei auch wieder neu verzinkte. "Normalerweise mache ich in meiner Hobbywerkstatt die Blecharbeiten selbst, habe hier schon zum Beispiel den V-8-Fächerkrümmer meiner Cobra aus Stahlrohr zusammengeschweißt, aber der Elfer hatte ja nur die kleine Stelle", so der Autofan, der alles wieder zusammenbaute. Dabei erneuerte er sämtliche Gummi- und Kunsthoffteile, montierte Sportspiegel in Tropfenform, eine neue Grünkeilscheibe, klare Blinkergläser, Dachantenne, eine kleine Bug-Spoilerlippe und einen dp-Motorsport-Auspuff. Ein Mitarbeiter des selbständigen Stuckateurs plottete ihm den "Carrera"-Schriftzug auf Klebefolie aus und fixierte sie sorgfältig an den Elferflanken. Mechanisch gab's auch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen:

Wachter ließ bei einem befreundeten KFZ-Meister den defekten Luftfilterkasten, Öl, Kerzen und die Kupplung austauschen. Das via Fichtel & Sachs Dämpfer im Höhenstand arg vertiefte Fahrwerk hob die Meisterhand dann auch gleich wieder ein wenig mehr an. Zudem behob man die Standschäden der Bremsanlage. Fahrwerk sowie auch den Turbo-Spoiler verbaute bereits einer der drei Vorbesitzer. Der bördelte auch die hinteren Radläufe verbreiterte die Spur jeweils um 21 mm. "Das ist für mich ein reines Spaß-Hobby, ohne Zeitdruck. Das hat sonst für mich keinen Sinn, ich schraube nur, wenn ich Lust darauf habe dafür habe,  und das Geld natürlich", sagt Wachter, der so innen nach und nach einige Arbeiten in Angriff nahm.

Von: Peter Löschinger

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