Top-Story im Juli 2008: Ready for your hot lap

2004er 911 (996) Carrera GT3

2004er 911 (996) Carrera GT3

2004er 911 (996) Carrera GT3

2004er 911 (996) Carrera GT3

2004er 911 (996) Carrera GT3

Carsten Beine, Jahrgang 1969, wollte mit Tuning nichts zu tun haben. Sportfahrwerke, Spoiler oder Auspuffanlagen waren ihm suspekt, fast peinlich. Dass sie Sinn machen können, erkannte der Immobilien-Fachwirt beim Sportfahrertraining. Schnell stieg er vom 996 Cabriolet in einen GT3 der zweiten Serie um. Nach dem Wechsel verbesserten gezielte Eingriffe die Performance.  Inzwischen weiß der Düsseldorfer viel über leistungssteigernde Maßnahmen. Sein Erlebnisbericht gibt die Fakten an Sie weiter. Für den Fall, dass Sportfahrwerke, Spoiler oder Auspuffanlagen auch Ihnen fragwürdig erscheinen sollten.

Als ich meinen ersten Porsche kaufte, ging für mich ein Traum in Erfüllung. Es war ein 996 Carrera 2 Cabriolet in "Sealgrau". Nie hätte ich daran gedacht, mich jemals von diesem für mich perfekten Wagen zu trennen oder irgendetwas zu verändern!Sportfahrwerk, Spoiler und Auspuffanlagen schreckten mich ab. Ich wollte nicht wie ein Prahlhans auftreten! Das betreuende Porsche Zentrum lud mich aber zu einem Sportfahrerlehrgang nach Spa-Francorchamps ein. Nach längerer Überlegung und voller Vorurteile nahm ich die Einladung schließlich an und reiste in die Ardennen. Als ich mit meinem Cabriolet abends zwischen Ferrari, Lamborghini, GT3 RS und anderen auf dem Sammelparkplatz stand, fühlte ich mich in meinen Gedanken bestätigt. „Was mache ich bloß hier?“, habe ich mich gefragt.

Dann wurden wir von Norbert Jülicher und seiner Crew begrüßt und einander vorgestellt. Nach zwei wunderschönen Tagen und Abenden im Hotel und an der Rennstrecke hatte es mich voll erwischt. Neben den vielen netten Menschen packte mich der Rausch des motorsportlichen Fahrens. Durch viele Runden und die Arbeit der Instruktoren steigerte sich der Spaßfaktor so sehr, dass ich mich noch an Ort und Stelle für weitere Sportfahrerlehrgänge anmeldete.

Es kam, was kommen musste. Entgegen meiner Überzeugung ging es los mit den Veränderungen an meinem Cabriolet. Das Porsche-Sportfahrwerk stieß bald an natürliche Grenzen. Mein Interesse an Tuning-Maßnahmen wuchs und ich besuchte die Firma Manthey Motors am Nürburgring. Dort erklärte man mir, dass ein Cabriolet für den Betrieb auf der Rundstrecke nicht das Wahre sei. Ich war noch nicht bereit, mich zu trennen.

Nach weiteren Veranstaltungen auf dem Hockenheimring, dem Nürburgring, L'Anneau du Rhin sowie Spa-Francorchamps war es endgültig passiert. Ich wollte mehr! Mein Cabriolet hatte ausgedient. Zufällig begleitete ich im November 2006 einen Freund beim Kauf eines BMW Z1. Die Verhandlungen waren in vollem Gange, als ich nebenbei einen pechschwarzen 996 GT3 mit gelben Sicherheitsgurten und gelb gekederten Fußmatten entdeckte. „Gerade hereingekommen und in Top-Zustand!“, rief der Verkäufer. Das war nicht geplant! Ein Kölner Arzt war mit ihm nur spazieren gefahren. Alles sah aus wie neu. 20 Minuten später war ich Besitzer eines 2004er 996 GT3 mit 61.862 Kilometern Laufleistung.

Da der Kontakt zu Manthey Motors unverändert bestand, fuhr ich auch dorthin. Mein neuer Porsche sollte auf sein neues Aufgabengebiet vorbereitet werden - die Rundstrecke! Die Straßenzulassung wollte ich unbedingt beibehalten und auf eigener Achse zu den Veranstaltungen fahren. Das bedeutete: Sämtliche Änderungen mussten vom TÜV eingetragen werden!

Von: Carsten Beine

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