Seit dem 3. Oktober 1974: Powerplay, siebter Teil

2004er 911 (996) turbo

2004er 911 (996) turbo

Fotos: Carsten Krome (Adenau/Nürburgring, August 2009)

2004er 911 (996) turbo

Leseprobe: Quick Nic – 2004er 911 (996) turbo als rollender Konzertsaal

Zum Raumkonzept des neuen Porsche Panamera gehört auf Wunsch auch ein High-End-Surround-Sound-System, für das die Berliner Edelmanufaktur Burmester verantwortlich zeichnet. Mehr als 2.400 Quadratzentimeter vermitteln ein Hörerlebnis, das dem eines Live-Konzerts sehr nahe kommt. Dabei sorgen 16 Lautsprecher, die von 16 Verstärker-Kanälen mit mehr als 1.000 Watt Gesamtleistung angesteuert werden, für einen einzigartigen Sound, der vom Aktivsubwoofer mit 300-Watt-Verstärker abgerundet wird. Ein Porsche und eine aufwändige Klanginstallation – besonders ältere Semester haben darin oft einen Widerspruch gesehen, von Gotteslästerung gesprochen und ihre ohnehin einfachen Radios ausgebaut, um ungefilterten Motorklang zu genießen. Das sei ihnen gegönnt. Für Nic Koenig gelten derlei Dogmen nicht, allein schon von Berufswegen. Der 36-Jährige ist an der Entwicklung immer trickreicherer Sound-Systeme unmittelbar beteiligt. In Berlin geboren, arbeitet er aber nicht für Burmester. Er verließ seine Heimatstadt und ist heute in Pulheim bei Köln für ein internationales Unternehmen tätig. Seinen 996 turbo verwandelte er – allen "Bumm-Bumm"-Verdächtigungen zum Trotz – in einen sportlichen Konzertsaal mit 1.480 Watt Gesamtleistung.

Nürburg, 22. August 2009. Das kleine Hauptsträßchen, das sich durch den Ort schlängelt, ist von der Sonne überflutet. Wer die Eifel kennt, könnte allein schon diese Feststellung bemerkenswert finden. Auch Nic Koenig (36) strahlt. Es ist Renntag, das 1.000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring. Eben erst hat er dem Einstundenrennen der Classic Endurance Racing Series (kurz CER, Beitrag "Besuch im Bonbonladen" in dieser Ausgabe) beigewohnt. "Wahnsinn", begeistert er sich, "die Jungs haben wohl vergessen, wie wertvoll ihre historischen Schätzchen sind!" Er selbst besitzt einen 2004er 996 turbo, der zwei Welten in sich vereint: einerseits Clubsport-Version dank umfassender Auf- und Umrüstung, andererseits auch ein Konzertsaal auf Rädern. "Ich hätte gern zwei Porsche realisiert und nur für die Rennstrecke ein Cup-Modell neben dem turbo in die Garage gestellt", räumt er ein. "Aber ich hatte eben nur Geld für einen und musste den bestmöglichen Kompromiss finden." Das Auto, fügt er hinzu, habe wie aus einem Guss, sozusagen wie frisch vom Band, aussehen müssen. Ein erster Blick auf den erst fünf Jahre alten, rundum aufgearbeiteten Wagen bescheinigt ihm, das gesteckte Ziel erreicht zu haben. Die GT2-Frontschürze, der nach hinten verlängerte FVD-Heckspoiler mit Abrisskante, die 19-Zoll-AEZ-Schmiederäder, der durch die Fenster blitzende Überrollbügel, der strahlende Silberlack – alles Attribute eines Sportmodells mit individueller Note.

"Ein bisschen mehr Leistung steckt übrigens auch drin", verrät der Mittdreißiger und lädt zur Eifel-Tour ein. Von Nürburg aus geht es talwärts nach Adenau, der Metropole dieser Gegend. Während 557 Pferde – eine auf dem Prüfstand ermittelte Zahl – vehement anschieben, kommt Nic Koenig ins Plaudern. Nein, nein, versichert er, Nic sei kein Nickname – keine Abkürzung also – sondern sein wirklicher Name. In Berlin, wo er geboren sei, habe niemand daran Anstoß genommen. Später habe er in Hamburg den Beruf des Schiffsmechanikers erlernt. Dort oben an der Waterkant sei das schließlich naheliegend. Dann habe sich sein privates Interesse an HiFi-Installationen durchgesetzt – und er sich neu orientiert. Die nächsten Stationen: zuerst eine Hamburger Manufaktur für Sound-Systeme, 2001 dann der heutige, in Pulheim bei Köln niedergelassene Arbeitgeber. Zu seiner Funktion – der eines Projektmanagers im Bereich Car-HiFi – gehöre auch der Aufbau  von Ausstellungsfahrzeugen. "Ich konnte mir sogar eine kleine Werkstatt einrichten", stellt er zufrieden fest und lässt keinen Zweifel daran, seinen Traum zu leben. "Wie sehr haben sich die Zeiten geändert!", analysiert er. "Vor zehn Jahren reichte bei HiFi-Messen irgendein Kombi voller High-End-Bausteine. Aus Amerika schwappte dann ein Trend zu uns herüber. Plötzlich demonstrierten Showcars die Möglichkeiten unserer Produkte."

Den kompletten Beitrag mit tollen Bildern finden Sie in PORSCHE SCENE 12/2009 – nachzubestellen bei unserem Leserservice unter +49 (0) 2366/808-300.

Erwarten Sie den achten Teil unserer turbo-Story unten in der Linkliste!

Von: Carsten Krome (erstellt am 28. Oktober 2009)

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