Top-Story im Januar 2012: Klangvoll geschnorchelt

"De-Snorkeling" – 2006er Porsche 987 Boxster S legt die Prallplatte im Ansaugkanal ab und lebt allen Unkenrufen zum Trotz weiter

"De-Snorkeling" – 2006er Porsche 987 Boxster S legt die Prallplatte im Ansaugkanal ab und lebt allen Unkenrufen zum Trotz weiter

"De-Snorkeling" – 2006er Porsche 987 Boxster S legt die Prallplatte im Ansaugkanal ab und lebt allen Unkenrufen zum Trotz weiter

"De-Snorkeling" – 2006er Porsche 987 Boxster S legt die Prallplatte im Ansaugkanal ab und lebt allen Unkenrufen zum Trotz weiter

"De-Snorkeling" – 2006er Porsche 987 Boxster S legt die Prallplatte im Ansaugkanal ab und lebt allen Unkenrufen zum Trotz weiter

"De-Snorkeling" – 2006er Porsche 987 Boxster S legt die Prallplatte im Ansaugkanal ab und lebt allen Unkenrufen zum Trotz weiter

"De-Snorkeling" – 2006er Porsche 987 Boxster S legt die Prallplatte im Ansaugkanal ab und lebt allen Unkenrufen zum Trotz weiter

"De-Snorkeling" – 2006er Porsche 987 Boxster S legt die Prallplatte im Ansaugkanal ab und lebt allen Unkenrufen zum Trotz weiter

"De-Snorkeling" – 2006er Porsche 987 Boxster S legt die Prallplatte im Ansaugkanal ab und lebt allen Unkenrufen zum Trotz weiter

"De-Snorkeling" – 2006er Porsche 987 Boxster S legt die Prallplatte im Ansaugkanal ab und lebt allen Unkenrufen zum Trotz weiter

SZENE KREATIV // Roadster-Varianten wassergekühlt

"De-Snorkeling" – 2006er Porsche 987 Boxster S legt die Prallplatte im Ansaugkanal ab und lebt allen Unkenrufen zum Trotz weiter

Aha – Sie fahren einen 987 Boxster oder Cayman und haben Ihre Prallplatte im linken Ansaugkanal noch nicht entnommen? Ach was – Ihnen sagt das Schlagwort "De-Snorkeling" noch nichts? Und überhaupt: Sie könnten sich niemals vorstellen, in ein von Weissacher Entwicklungsingenieuren ausgearbeitetes System einzugreifen? Dann sollten Sie dieses Fahrzeugportrait geflissentlich überblättern. Denn Marcus Beetz, ein 36 Jahre alter Chemikant aus Neustadt an der Weinstraße, wandte die Kunst des Weglassens (einer Prallplatte) auf seinen 2006er 987 Boxster S an. Wir trafen den Pfälzer zur Hörprobe an einem Ort, der wie kaum ein anderer für Fahrzeugakustik steht.

14. September 2011, Hockenheimring, Südtribüne: Wir sind mit  Marcus Beetz (36) verabredet. Besser gesagt, er mit uns. Der PORSCHE-SCENE-Leser erwartet uns bereits, als wir mit sieben Minuten Verspätung eintreffen. Was in Medienberufen gern mal als "künstlerische Freiheit" vorgeschoben wird, wäre für ihn, den stellvertretenden Schichtführer im Abfüllzentrum eines Produzenten von Farbpigmenten, ein Unding. Sein Arbeitgeber beliefert auch die Automobil-Industrie, das nur am Rande. Für ihn zählen Verlässlichkeit, Eindeutigkeit und Präzision. Diese Haltung unterstreicht nicht nur sein Auftreten einschließlich auffallend akkurater Frisur. Er hat sich den aus seiner Sicht passenden Porsche ausgesucht, einen schneeweißen, 2006 bei Valmet in Finnland gefertigten 987 Boxster S. Ein Auto voller kleiner, aber umso wirkungsvollerer Details und mit sonorem Klangbild. Dieses metallische Heulen, das die Baureihen 986 und 987 seit Anbeginn begleitet hat, lässt der hübsch gemachte Vertreter seiner Gattung – merkwürdig ist das schon – vermissen. Doch darum scheint es Marcus Beetz anfangs nicht zu gehen. Kaum hat er sich im Schatten der mächtigen Tribünen-Rückseite für die sich bald anschließende Fotoserie eingerichtet, wirft er sich auf die Knie. Ist wirklich alles sauber, bis in die entlegensten Winkel hinein? Haben sich in den Lamellen der Kühlluft-Gitter womöglich Insekten verfangen? Könnten ihre Überreste den optischen Gesamteindruck auf irgendeine Weise beeinträchtigen? Fragen über Fragen, auf die der Mittdreißiger vorsorglich eingeht, bevor sie ihm gestellt werden könnten: "Ich bin so einer vom Wörthersee!" Ach ja? Äußerlich ohne jede Gemütsregung, fährt der Pfälzer fort: "19 Autos habe ich in meinem Leben bisher besessen, angefangen mit dem Polo, weiteren Volkswagen und Audi, bis hin zu vier Porsche. Das hier ist mein vierter, und wissen Sie, Jungs mit meiner (Auto-)Vergangenheit sind immer die Wagenpfleger vor dem Herrn. Wir kultivieren ein besonders intensives Verhältnis zu unseren Autos, und wir putzen sie entsprechend oft."

2001 sei er über einen 944er in die Porsche-Welt eingestiegen, berichtet er. Die zweite Station auf der Karriereleiter: ein 964 Tiptronic Cabriolet, das Marcus Beetz nach einem Vierteljahr zu missfallen begann – offenbar war dies dem Fehlen einer gemeinsamen Wellenlänge geschuldet. "Dieser Porsche-Typ passte einfach nicht zu mir!", analysiert er, der an Fahrzeug-Konzepten der Gegenwart ungleich größeren Gefallen findet. Als einen immerhin vier Jahre gültigen Zwischenschritt ließ er sich einen 986 Boxster S angedeihen. dem eigentlich ein 996 Cabriolet folgen sollte. Doch die erste Kontaktaufnahme mit dem, was Motivation für den Umstieg sein sollte, führte zu einer ernüchternden Erkenntnis. "Aufgrund der Gleichteil-Strategie, mit der Dr. Wendelin Wiedeking die Firma Porsche zurück auf die Straße der Gewinner führte, fand ich mich im 'Neunsechsundneunziger' überhaupt nicht zurecht", reflektiert Marcus Beetz. "Von innen sah alles genauso aus wie in meinem Boxster. Ich wollte mich aber verbessern, wenn ich schon das Geld in die Hand nehme, und davon konnte – für meinen Geschmack – keine Rede sein!" Diesen Anspruch erfüllte der deutlich ausgereiftere 987 Boxster schon eher. Eine Probefahrt im Porsche Zentrum Karlsruhe gab den Ausschlag, private Offerten etwas eingehender zu prüfen. Ein 70-jähriger Pensionär aus Esslingen unweit Stuttgart hatte Geeignetes anzubieten: einen 2006er 987 Boxster S in "Carraraweiß", mit allerlei Insignien des Leonberger Veredlers TechArt. Zu den aufwertenden Maßnahmen gehörten Tieferlegungsfedern, "RS 60"-Frontspoilerecken des gleichnamigen Sondermodells, weiße Original-"Sport Design"-Felgen mit Distanzscheiben sowie eine Tagfahrlicht-Nachrüstung. Zum Zeitpunkt der Besichtigung im im März 2010 waren 29.000 Kilometer Laufleistung angezeigt – quasi ein Neufahrzeug. "Der Vorbesitzer nutzte es höchstens mal, um sein Ferienhaus in Italien anzusteuern", beschreibt der zweite – und aktuelle – Halter. "Mich faszinierte dieser Mix der Farben, dieses Zusammenspiel der weißen Karosserie mit dem Verdeck in 'Meteorblau'. Außerdem waren im Zuge der Werks-Neuwagenbestellung Mittelkonsole und Überrollbügel in Weiß hinzugebucht worden. Bei der Tachometer-Umrandung mit weißen Ziernähten handelte es sich genauso um Zusatzoptionen wie bei der Navigation, dem Soundpaket, der Sitzheizung, dem Tempomat oder den Raffledersitzen in 'Seeblau'."

Das war nur die Einleitung, die komplette Story finden Sie in der Januar-Printausgabe der PORSCHE SCENE – ab dem 15. Dezember 2011 im Zeitschriftenhandel!

Von: Carsten Krome | Fotos: Carsten Krome

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