Transaxle History: 35 Jahre Porsche 924 (Produktionsstart 1976)

35 Jahre Porsche 924 (Serienanlauf 1976)

35 Jahre Porsche 924 (Serienanlauf 1976)

35 Jahre Porsche 924 (Serienanlauf 1976)

35 Jahre Porsche 924 (Serienanlauf 1976)

35 Jahre Porsche 924 (Serienanlauf 1976)

35 Jahre Porsche 924 (Serienanlauf 1976)

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35 Jahre Porsche 924 (Serienanlauf 1976)

35 Jahre Porsche 924 (Serienanlauf 1976)

Archetypen | Zeitzeichen aus Zuffenhausen und Neckarsulm

Im Modelljahr 1976 startete der Verkauf des Porsche 924, 1995 erst beendete die Einstellung des 968 die Vierzylinder-Transaxle-Ära

Im Auftrag von Volkswagen stellten die Ingenieure im Porsche-Forschungs- und Entwicklungszentrum Weissach einen 2+2-sitzigen Sportwagen in Transaxle-Bauweise auf die Räder. Doch die Energiekrise von 1973 und interne Gründe bewogen den damaligen VW-Vorstandsvorsitzenden Rudolf Leiding, das Projekt nicht zu verwirklichen. Porsche kaufte es von VW zurück - und damit ein Erfolgsmodell. Der 924 und seine Weiterentwicklungen erreichten 325.000 verkaufte Exemplare. Und während die Sportwagenlegende 911 rund zwölf Jahre benötigte, um die Produktionszahl 100.000 zu schaffen, nahm der kleinere Bruder 924 dieselbe Hürde in wenig mehr als fünf Jahren.


Wie der parallel entwickelte, große Porsche 928 entstand der 924 in Transaxle-Bauweise mit vorn liegendem Motor und an der angetriebenen Hinterachse liegendem Getriebe. Der erstmals bei einem Porsche wassergekühlte Zweiliter-Vierzylinder-Reihenmotor mit oben liegender Nockenwelle und K-Jetronic-Einspritzung leistete 125 PS bei 5.800/min und beschleunigte den 1.080 Kilogramm schweren Sportwagen aus dem Stand in 10,5 Sekunden auf 100 km/h. Dank seiner Aerodynamik erreichte der Porsche 924 mehr als 200 km/h. Der Benzinverbrauch lag bei 10 bis 12 Litern. Seine souveränen Fahreigenschaften verdankte der 924 bewährter Porsche-Technik mit Schräglenker-Hinterachse und an Querlenkern mit McPherson-Federbeinen aufgehängten Vorderrädern. Sein charakteristisches Aussehen erhielt der Porsche 924 durch die glattflächige Front mit integriertem Stoßfänger, unauffällig darunter angeordneter Kühlluftöffnung, elektrisch ausfahrbare Klappscheinwerfer, die geschwungene Seitenlinie sowie die große Heckfensterhaube. Diese öffnete sich bei Entriegelung nach oben und machte den Zugang zum Gepäckraum frei, der für einen Sportwagen groß bemessen war und sich durch Vorklappen der Rücksitzlehnen erweitern ließ.

Eine Weiterentwicklung stellte Porsche im November 1978 mit dem 924 turbo vor. Sein aufgeladener Motor leistete bei unverändert zwei Litern Hubraum 170 PS, die Beschleunigung von null auf 100 km/h nahm nur noch 7,8 Sekunden in Anspruch, die Höchstgeschwindigkeit lag durchweg über den angegebenen 225 km/h. Dass Reifen, Fahrwerk und Bremsen diesen Fähigkeiten anzupassen waren, verstand sich von selbst. Äußerlich unterschied sich der 924 turbo von der Standardversion durch zusätzliche Luftschlitze oberhalb des Stoßfängers, eine Öffnung in der Motorhaube zur Wärmeableitung und einen dezenten Spoiler unterhalb des Heckfensters, den der 924 mit Saugmotor im Zuge von Modellpflege-Maßnahmen erhielt. Ab dem Modelljahr 1981 erhielt der Turbomotor mit Bypassventil-Ladedruck-Steuerung eine vom Ladedruck abhängig arbeitende, vollelektronische Zündung, die die Leistung auf 177 PS anhob und gleichzeitig den Verbrauch senkte. Eine hiervon abgeleitete Sportausführung war 1980 der 924 Carrera GT mit Ladeluftkühlung und 210 PS, erkennbar an breiteren Kotflügeln und einer Kühllufthutze auf der Motorhaube – Modellhistorie anlässlich des 30. Geburtstags in der kommenden Ausgabe, der PORSCHE SCENE 10/2011!

Die Porsche-Ingenieure verfolgten bei der Konstruktion des Leichtmetall-V8-Motors für den 928 einen Hintergedanken. Sie planten von vornherein die Möglichkeit ein, den V8 zum Reihen-Vierzylinder zu halbieren und damit die Weiterentwicklung des 924 voranzutreiben. So entstand der 2,5 Liter-Motor des 1981 vorgestellten 944 (163 PS), dessen doppelte Ausgleichswellen Laufruhe und den Charakter eines Sechszylinders verliehen. Der im Juni 1991 vorgestellte 968 sollte gleichzeitig Höhe- und Schlusspunkt der Entwicklung von Vierzylinder-Transaxle-Sportwagen werden. Zwischen ihm und dem ursprünglichen 924 lagen Welten – von der Technik bis zum Karosseriedesign. Und selbst der Produktionsstandort wechselte. Während die Baureihen 924 und 944 (mit Ausnahme des in Zuffenhausen hergestellten Motors) aus Kapazitätsgründen im Audi-Werk Neckarsulm entstanden, rollte der 968 in Stuttgart-Zuffenhausen vom Band. Nach dem Modelljahr 1995 wich der 968 dem 986 Boxster, eine neue Ära begann.

Von: PORSCHE SCENE Newsroom | GO (erstellt am 16.11.2000)

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