Axel Plankenhorn: “Ich war der Turbo-Lehrling!“

Siegerehrung des Hessen-Cups 1979 in Hockenheim: Die Deutsche Automobil-Rennsportmeisterschaft ist zugunsten Klaus Ludwigs (Mitte) entscheiden, Hans Heyer (li.) und Plankenhorn (re.) flankieren

Siegerehrung des Hessen-Cups 1979 in Hockenheim: Die Deutsche Automobil-Rennsportmeisterschaft ist zugunsten Klaus Ludwigs (Mitte) entscheiden, Hans Heyer (li.) und Plankenhorn (re.) flankieren

Sternstunde im Leihwagen: Beim Hessen-Cup 1979 in Hockenheim hat sich “John Winter“ auf dem Chassis 930 980 0022 eingemietet, Axel Plankenhorn darf es übernehmen und wird starker Zweiter

Sternstunde im Leihwagen: Beim Hessen-Cup 1979 in Hockenheim hat sich “John Winter“ auf dem Chassis 930 980 0022 eingemietet, Axel Plankenhorn darf es übernehmen und wird starker Zweiter

Kölscher Karneval: Startaufstellung zum 1.000-Kilometer-Rennen Nürburgring 1979 – Jungtalent Plankenhorn (27, zweiter von rechts) neben Erwin Kremer, Klaus Ludwig und Manfred Kremer (v. re. n. li.)

Kölscher Karneval: Startaufstellung zum 1.000-Kilometer-Rennen Nürburgring 1979 – Jungtalent Plankenhorn (27, zweiter von rechts) neben Erwin Kremer, Klaus Ludwig und Manfred Kremer (v. re. n. li.)

Der Doppelgänger: Da zwischen den 1.000 Kilometern Nürburgring und den 24 Stunden von Le Mans 1979 eine Woche liegt, kommen zwei 935 K3 – 009 0002 sowie 00015 – nacheinander zum Einsatz

Der Doppelgänger: Da zwischen den 1.000 Kilometern Nürburgring und den 24 Stunden von Le Mans 1979 eine Woche liegt, kommen zwei 935 K3 – 009 0002 sowie 00015 – nacheinander zum Einsatz

Im Freiflug an die Weltspitze: Nach dem Einsatz mit dem Chassis 009 0002 am 3. Juni 1979 geht es eine Woche später nach Le Mans – Rang 13 mit “John Winter“ in dessen Chassis 930 890 0022

Im Freiflug an die Weltspitze: Nach dem Einsatz mit dem Chassis 009 0002 am 3. Juni 1979 geht es eine Woche später nach Le Mans – Rang 13 mit “John Winter“ in dessen Chassis 930 890 0022

PORSCHE SCENE Racing Legends // Rennsport-Legenden

Erster Teil unseres großen Exklusiv-Interviews mit dem Zeitzeugen der “Geilen Zeit“, der Deutschen Automobil-Rennsportmeisterschaft

Axel Plankenhorn, geboren am 16. Dezember 1951, ist ein ehemaliger deutscher Spitzen-Rennfahrer mit Teilnahmen an den 24 Stunden von Le Mans auf Porsche. Zu seiner Glanzzeit, die ihn 1979 aus den Formel-Nachwuchsklassen in das Cockpit eines Porsche 935/77A mit 750 PS führte, klopfte er an die Tür zum bezahlten Profi-Motorsport. Als Teamkamerad des Roisdorfer Superstars Klaus Ludwig empfahl sich der Spaichinger für höchste Aufgaben. Und nachdem Klaus Ludwig, mit dem Titel des Deutschen Rennsportmeisters in der Tasche, zu Ford-Zakspeed gewechselt war, kam seine Chance: Er erhielt den Auftrag, den Kremer-Porsche 935 K3 in der Deutschen Automobil-Rennsportmeisterschaft 1980 als neue Nummer eins zu pilotieren. In einem zweiteiligen Exklusiv-Interview haben wir seine Karriere aufgearbeitet und Erstaunliches dabei zu Tage gefördert.

PORSCHE SCENE: "Axel Plankenhorn, für einen Zeitzeugen der Deutschen Automobil-Rennsportmeisterschaft, die Insider heute als die “Geile Zeit“ charakterisieren, sind Sie noch recht jung. Sie sind am 16. Dezember 1951 geboren, erlebten mit 27 Jahren einen steilen Aufstieg und einen genauso plötzlichen Abschied aus dem Profi-Geschäft. Erzählen Sie uns ein wenig von Ihrem bewegten Rennfahrerleben!"

Axel Plankenhorn: "Nun, zunächst einmal habe ich, wie es sich für einen waschechten Schwaben gehört, einen grundsoliden Beruf erlernt, nämlich den des Diplom-Ingenieurs für Feinwerk-Technik. Diesen Beruf habe ich in unserem eigenen Familienbetrieb für Büro- und Zeichentechnik in Spaichingen viele Jahre lang ausgeübt. Das erlaubte mir 1970 die Anschaffung eines NSU TT, den ich bei Berg- und Rundstreckenrennen einsetzte. Leider schlug diesem Auto beim Flugplatzrennen in Kassel-Calden 1974 in einer Schikane das letzte Stündchen. Ich habe ihn in so ziemlich sämtliche Einzelteile zerlegt, und dadurch war ich ja mehr oder weniger gezwungen, mich nach einer Alternative umzusehen."

PORSCHE SCENE: "Sie waren, auch wenn Sie das nicht gerne hören, so einer wie der Michael Schumacher Ihrer Generation. Zwischen 1975 und 1978 durchliefen Sie die klassischen Nachwuchsformeln quasi im Zeitraffer. Dabei trafen Sie auch auf einen Dauerrivalen, der 1990 als Sieger der 500 Meilen von Indianapolis in den Olymp des Weltsports aufstieg."

Axel Plankenhorn: "Richtig, das war Arie Luyendijk, dem ich 1975 zum ersten Mal in der Europameisterschaft der Formel V begegnete. Wir haben uns die ganze Zeit parallel entwickelt – 1977 wurde Arie Europameister der Formel Super VW und ich knapp hinter ihm Vize-Europameister. Ich habe den ganzen Krempel verkauft, um mir 1978 mit dem Erlös den Aufstieg in die damals sehr bedeutende Formel 2 zu erlauben."

PORSCHE SCENE: "1978 saßen Sie in einem orangen Vorjahres-Ralt-BMW des bayerischen Markisenbauers Manfred Cassani. Mit diesem an sich unterlegenen Auto setzten Sie beim ADAC-Eifelrennen 1978 auf der Nürburgring-Nordschleife ein weithin vernehmbares Zeichen."

Axel Plankenhorn: "Ja, richtig! Meine Rundenzeit im Training lag bei 7:16 Minuten, das hätte in der Formel 1 zwei Jahre zuvor für einen Startplatz gereicht, aber was viel entscheidender war – ich stand in der Startaufstellung zwei Plätze vor Jochen Mass, der zu dieser Zeit der deutsche Formel-1-Star war. Das hat mir damals natürlich sehr viel Aufmerksamkeit eingebracht, und es gab Fachleute, die treffend bemerkten, ich sei der schnellste Deutsche auf der Nürburgring-Nordschleife."

Lesen Sie das ganze Interview ab dem 18. Januar 2013 in PORSCHE SCENE 02/2013!

Erster Teil unseres großen Exklusiv-Interviews mit Axel Plankenhorn, dem Zeitzeugen der Deutschen Automobil-Rennsportmeisterschaft

Von: PORSCHE SCENE Newsroom, Carsten Krome

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